LNM verschiebt Hochsaison-Start wegen Problemen auf Mitte Juni
Die Schifffahrtsgesellschaft des Neuenburger- und Murtensees (LNM) hat den Start des Hochsaison-Fahrplans auf den 19. Juni verschoben. Grund seien interne Spannungen in der Belegschaft und technische Probleme mit der Flotte.

Ein Bericht zum Arbeitsklima habe «bedeutende strukturelle Herausforderungen» aufgezeigt, teilte die LNM am Mittwoch mit. Es bestehe «ein systemisches Spannungsfeld» zwischen dem Schifffahrtspersonal und den administrativen Funktionen.
Der Bericht verweise zudem auf ein Misstrauen des fahrenden Personals gegenüber der Direktion und ein Gefühl mangelnder Wertschätzung. Der Verwaltungsrat räumte Kritik an der eigenen strategischen Steuerung ein und kündigte Reformen an, um das Vertrauen wiederherzustellen.
Aufgrund der gesundheitsbedingten Abwesenheit des Generaldirektors werde eine interimistische Leitung eingesetzt. Diese soll das Arbeitsklima stabilisieren und die operative Führung sicherstellen.
Neben den personellen gebe es auch technische Herausforderungen: Um die Wartungsarbeiten an drei Schiffen abzuschliessen, werde der Start in die Hochsaison auf den 19. Juni verschoben, hiess es.
Die Schifffahrtsgesellschaft LNM kämpfte bereits Anfang dieses Jahres mit finanziellen und personellen Schwierigkeiten. Sie musste deshalb ihr Angebot für 2026 reduzieren. Für das Jahr 2024 wies das Unternehmen einen Verlust von fast 770'000 Franken aus.






