Lindt & Sprüngli sieht Chancen durch GLP-1-Trend in den USA
Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli sieht im Boom von Abnehmmedikamenten in den USA eine mögliche Chance für Premium-Schokolade.

Eine Studie zeige, dass Nutzer von GLP-1-Präparaten überdurchschnittlich häufig zu hochwertiger Schokolade greifen, sagte Lindt-CEO Adalbert Lechner an einer Medienkonferenz am Dienstag in Kilchberg. Der Absatz von Premium-Schokolade stieg bei Nutzern dieser Medikamente im Februar 2026 im Jahresvergleich um 16,6 Prozent und damit deutlich stärker als bei Haushalten ohne solche Mittel mit 8,7 Prozent, wie aus einer Auswertung des Marktforschungsunternehmens Circana hervorgeht, auf die sich Lindt & Sprüngli berief.
Insgesamt legte der Schokoladenverkauf in Haushalten mit solchen Medikamenten um 6,5 Prozent zu, während er bei anderen Haushalten um 4,1 Prozent wuchs. «Das Studienergebnis ist überraschend», sagte Lechner. Es zeige: «GLP-1 ist keine Gefahr für uns.»
Zuletzt entfielen laut Lindt rund 17,5 Prozent der gesamten Schokoladenumsätze in den USA auf Haushalte, die solche Medikamente nutzen. Ihr Anteil an allen US-Haushalten liegt bei etwa 15 Prozent.
Für Hersteller von Premium-Schokolade wie Lindt könnte das eine Chance sein: Konsumenten mit geringerem Appetit greifen laut der Studie offenbar eher zu kleineren Mengen, wählen dafür aber häufiger hochwertigere Produkte.
Die GLP-1-Präparate wurden ursprünglich zur Behandlung von Diabetes entwickelt, werden inzwischen aber häufig auch zum Abnehmen eingesetzt. Sie dämpfen den Appetit und sorgen schneller für ein Sättigungsgefühl.










