FC Thun – Bertone: «Schauen YB-FCSG alle zusammen»
Beim FC Thun war alles angerichtet für die grosse Meisterparty. Nur Lugano spielte nicht mit: Nach dem 0:1 ist die Entscheidung mindestens bis Sonntag vertagt.
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Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Thun verliert sein Heimspiel gegen den FC Lugano.
- Damit sind die Berner Oberländer noch nicht definitiv Meister.
- Gewinnt der FCSG am Sonntag nicht gegen YB, dürfen die Thuner feiern.
Der FC Thun darf die Korken noch nicht knallen lassen: Der souveräne Leader der Super League muss sich Lugano mit 0:1 geschlagen geben. Damit ist die Entscheidung um den Meistertitel noch nicht gefallen.
«Schade, wir hatten uns sicher mehr vorgenommen für das Spiel», sagt Leonardo Bertone nach dem 0:1. (Video oben)
«Es wäre alles geschrieben gewesen für heute – aber es wollte heute nicht sein. Wir machen und schauen, was morgen oder nächstes Wochenende passiert.

Sollte der FCSG aber morgen bei YB nicht gewinnen, sichern sich die Berner Oberländer ihren Titel auf dem Sofa. «Wir werden das Spiel morgen alle zusammen anschauen. Wenn man Schweizer Meister wird, ist es egal wie. Aber klar, heute wäre es perfekt gewesen», so Bertone.
Traumstimmung in Thun – aber kaum Chancen
Vor dem Anpfiff ist alles angerichtet: Das Stadion ist voll, schon Stunden vor dem Spiel ist die Stadt voller Fans.
Doch das Spiel beginnt bitter für die Thuner: Verteidiger Genis Montolio verletzt sich nach zwanzig Sekunden und muss ausgwechselt werden. Für ihn kommt Lucien Dähler.

In der Folge entwickelt sich eine harzige Partie. Der FC Lugano zeigt, warum er den Leader in dieser Saison schon zweimal bezwingen konnte. Trotzdem kommt der FC Thun immer besser ins Spiel – auch wenn die grossen Chancen ausbleiben.
Die beste Möglichkeit in der ersten Halbzeit gehört Luganos Koutsias. Er verpasst die Führung für die Tessiner nach einer halben Stunde. So bleibt es aber beim 0:0 zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel nehmen die Strafraumszenen zu: Zunächst verpasst Kastriot Imeri die Führung für Thun, dann schlenzt Luganos Mahmoud den Ball am Tor vorbei. Nach 68 Minuten verpasst Thun-Stürmer Rastoder die Führung mit seinem Abschluss nur knapp.

In der Folge sind es aber vermehrt die Tessiner, die näher am ersten Treffer des Spiels sind. Doch Bislimi und Alioski verpassen das Tor. Zudem rettet Thun-Goalie Steffen nach 85 Minuten mirakulös gegen Mahmoud.
Der FC Thun drückt in der Schlussphase nochmal auf das Gaspedal. Doch der erlösende Treffer gelingt nicht.
Dafür wird Luganos Mahmoud in der Nachspielzeit von Matoshi gefoult. Der VAR meldet sich – Penalty! Alioski verwandelt souverän zum 1:0. Damit wird die Thuner Meisterparty vorerst vertagt.
Für den FC Thun geht es am kommenden Samstag mit einem Auswärtsspiel weiter. Das Team von Mauro Lustrinelli trifft um 20.30 Uhr auf den FC Basel.
Dieses Spiel könnten die Berner Oberländer bereits als neuer Meister bestreiten. Dann, wenn der FCSG morgen Sonntag gegen YB nicht gewinnt.












