Kryptowährung: Bankenkrise stärkt Bitcoin

Keystone-SDA
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Zürich,

Bitcoin profitiert von den Finanzmarktturbulenzen. Die Kryptowährung wird durch die Bankenkrise gestärkt.

Bitcoin
Kryptowährungen wie Bitcoin und Solana profitierten von der aktuellen US-Regierung. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/KIN CHEUNG

Das Wichtigste in Kürze

  • An den Börsen herrscht wegen der Bankenkrise Unruhe.
  • Bitcoin könnte – laut einer Wette – in 90 Tagen gar auf eine Million Dollar steigen.

Nach einem turbulenten Wochenstart haben sich die Wogen mittlerweile wieder etwas geglättet. Auf Erholungskurs befinden sich die Börsen. Für einmal wurde die «Krypto-Leitwährung» Bitcoin nicht vom Verlauf an den Finanzmärkten in Mitleidenschaft gezogen.

Innerhalb einer Woche verbuchte der Kurs ein Plus von 14 Prozent. Bei 28'200 Dollar wurde die Blockchain-Devise am Mittwoch notiert. Seit letztem Sommer ist es der höchste Stand.

Damit summierte sich der Wertzuwachs seit Jahresbeginn auf ein Plus von rund 68 Prozent. Zuletzt war ein Bitcoin im Juni 2022 so viel wert wie heute.

Kryptowährung: Bitcoin als Instrument in der Bankenkrise

Die Bitcoin-Befürworter sehen daher ihre Zeit gekommen. Der Bitcoin sei nun das einzig wahre Instrument, um sich gegen das kollabierende Finanzsystem abzusichern.

Der ehemalige Technikchef der grössten US-Kryptobörse Coinbase Balaji Srinivasan ging sogar so weit, auf Twitter eine Wette in Millionenhöhe anzubieten. Der Mann mit beträchtlichem Einfluss in der Tech- und Kryptowelt stellte 2 Millionen Dollar in Aussicht. Dies, wenn der Bitcoin nicht innerhalb von 90 Tagen auf eine Million Dollar steigen sollte.

Etwas zurückhaltender äussern sich derweil die meisten anderen Marktbeobachter. Klar könne der Bitcoin kurzfristig von den Turbulenzen an den Märkten profitieren. Es sei indes längerfristig fragwürdig, ob die Kryptowährung bei systematischen Verwerfungen standhalte, so der Tenor.

kryptowährung bitcoin
Für weitere Steigerungen über 100'000 Dollar bei Bitcoin braucht es laut Angaben Rückenwind durch US-Zinsen. (Symbolbild) - pexels

Für Matteo Bottacini von Crypto Finance trage die These des Bitcoins als Krisengewinner zwar momentan Früchte. Inmitten eines komplexen wirtschaftlichen Umfelds seien aber zahlreiche Unsicherheiten zu beachten.

Marktdominanz nimmt zu

Es sei zwar noch keine neue globale Finanzkrise in Sicht. Es gebe aber zahlreiche Probleme, sagt Bottacini. Es brauche daher aktuell nicht mehr viel, «um alles zum Einsturz zu bringen.» Generell bezeichnet der Analyst die Bitcoin-Rallye im Zusammenhang mit der These als neue Weltwährung aber als ein «Klischee».

Ähnlich sieht es die Analystin Ipek Ozkardeskaya der Online-Bank Swissquote. Die Kursentwicklung zeige zwar, dass Bitcoin als Absicherung gegen den globalen Bankenstress dienen könnte. Wie nachhaltig die Gewinne seien, müsse sich aber erst noch weisen.

Unbestritten ist derweil, dass die Marktdominanz des Bitcoins im Kryptowährungsmarkt zunimmt. Mittlerweile vereint die grösste Kryptowährung 45 Prozent der Marktkapitalisierung auf sich. Gemäss dem Krypto-Datenportal CoinGecko summiert sich der Gesamtmarkt der knapp 11'200 Kryptowährungen aktuell auf 1221 Milliarden Dollar. Davon entfallen 545 Milliarden auf den Bitcoin.

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