Kritik an Auftritt von Audi-Chef bei Trump
VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo hat den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. «Etliche Minuten voller Rassismus, Sexismus, Fremdenhass, Transphobie, Verächtlichmachung der Demokratie – und dann tritt einer unserer obersten Konzern-Repräsentanten auf die Bühne und betreibt aktive Wahlkampfhilfe», sagte Cavallo in einem internen Interview, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Wer die Rede von Trump gehört habe und habe wahrnehmen müssen, dass Döllner zum aktiven Teil dieser Veranstaltung geworden sei, müsse vor «Scham im Boden versinken».
Trump hatte am Samstag überraschend den Bau eines Audi-Werks in Perry im US-Bundesstaat Georgia angekündigt. Döllner trat anschliessend auf die Bühne und dankte dem US-Präsidenten für dessen Unterstützung.
Der Chef der VW-Tochter ist auch Mitglied in der Wolfsburger Konzerngeschäftsleitung. Dort verantwortet Döllner die Markengruppe Progressive, die neben Audi auch die Luxusmarken Bentley und Lamborghini sowie den Motorradhersteller Ducati umfasst.
Die Ingolstädter wollen in Georgia jährlich 200'000 Sportgeländewagen produzieren. Geplant sind Investitionen in Höhe von vier Milliarden Dollar, 4500 Arbeitsplätze sollen entstehen.
Audi nennt 2027 als Baubeginn, der Produktionsstart soll Anfang der 2030er Jahre erfolgen. Es wäre das erste Werk der VW-Premiumtochter in den Vereinigten Staaten.














