Effektivlöhne steigen 2026 im Schnitt um 0,5 Prozent

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge in der Schweiz haben für 2026 eine durchschnittliche Erhöhung der Effektivlöhne um gerundet 0,5 Prozent beschlossen. Davon entfallen 0,3 Prozent auf individuelle und 0,2 Prozent auf kollektive Erhöhungen. Die Mindestlöhne steigen im Schnitt um 0,8 Prozent.

    Effektivlöhne
    Effektivlöhne steigen 2026 im Schnitt um 0,5 Prozent. - keystone

    Das zeigt die Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) zu den gesamtarbeitsvertraglichen Lohnabschlüssen, die am Montag veröffentlicht wurde. Im Vorjahr betrug die Erhöhung der Effektivlöhne durchschnittlich 1,2 Prozent.

    Unter Einbezug der Teuerungsprognosen für das Jahr 2026 von plus 0,6 Prozent dürften die Reallöhne im GAV-Bereich dieses Jahr nicht ansteigen. Insgesamt sind knapp 700'000 Personen von den Effektivlohnanpassungen betroffen, wie das BFS schrieb.

    Das Effektivlohnwachstum betrug im Sekundärsektor 0,2 Prozent und im Tertiärsektor 0,8 Prozent. An der Spitze der Lohnanpassungen nach Wirtschaftsabschnitt steht Verkehr und Lagerei (+1,2 Prozent), gefolgt von der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+1,0 Prozent).

    In den Sparten freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen sowie Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Erziehung und Unterricht gab es ein Plus von 0,8 Prozent.

    45 Prozent der für Lohnerhöhungen bestimmten Lohnsumme seien gleichmässig an die betroffenen Personen verteilt worden. Im Sekundärsektor waren die Erhöhungen mehrheitlich kollektiv (83 Prozent), während im Tertiärsektor individuelle Erhöhungen überwogen (64 Prozent).

    Die in den wichtigsten GAV festgelegten Mindestlöhne wurden 2026 um 0,8 Prozent angehoben, das Jahr zuvor waren es noch 1,0 Prozent gewesen, wie das BFS schrieb. Rund 1'850'000 Personen seien einem GAV unterstellt, in dem Mindestlöhne vereinbart wurden.

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    Kommentare

    edelweisz

    Aktuell stehen ca. 227'000 registrierte Stellensuchende, also noch ohne die Anzahl der ausgesteuerten Personen, nur etwa 44'000 beim RAV gemeldeten offenen Stellen gegenüber. Bereits heute übersteigt die Zahl der Stellensuchenden das Angebot an offenen Stellen massiv, und dieser Trend setzt sich rasant fort. Es ist davon auszugehen, dass die soziale Verarmung in den kommenden Jahren drastisch und massenhaft zunehmen wird. Ein reales Szenario, das weder die Politik noch BBern derzeit hinreichend auf dem Radar haben.

    User #2036 (nicht angemeldet)

    Die Krankenkasse Prämien alleine ist um 8% gestiegen. Komisch oder nicht?

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