Kospi stürzt ab – Südkoreas Aktienmarkt unter Druck

Maja Bojic
Maja Bojic

Südkorea,

Der südkoreanische Leitindex Kospi ist am Montag stark eingebrochen. Kursverluste bei SK Hynix und Samsung belasteten den südkoreanischen Aktienmarkt.

Kospi
Der Kospi gerät nach starken Verlusten bei südkoreanischen Chipaktien massiv unter Druck. - apa

Der südkoreanische Leitindex Kospi ist am Montag deutlich gefallen und verlor zeitweise mehr als 8 Prozent. Der Einbruch führte zu einer vorübergehenden Handelsunterbrechung an der Börse in Seoul.

Der Index gab der «TradingKey» zufolge um mehr als 600 Punkte nach und rutschte unter die Marke von 7000 Punkten. Am Tagestief erreichte der Kospi demnach rund 6880 Punkte und damit den niedrigsten Stand seit mehreren Wochen.

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Besonders stark betroffen waren die grossen Halbleiterunternehmen des Landes. Die Aktien von SK Hynix und Samsung Electronics gerieten unter erheblichen Verkaufsdruck und zogen den Gesamtmarkt nach unten.

SK Hynix und Samsung belasten den Leitindex Kospi

SK Hynix verlor zeitweise mehr als 14 Prozent, nachdem die Aktie zuvor nach dem US-Börsendebüt deutlich zugelegt hatte. Anleger nahmen nach den vorherigen Kursgewinnen offenbar Gewinne mit.

Auch Samsung Electronics verzeichnete starke Verluste und gab im Handelsverlauf zeitweise mehr als 10 Prozent nach. Das «Manager Magazin» berichtet, dass die Kursverluste der beiden Chipkonzerne den südkoreanischen Aktienmarkt massiv belasteten.

Der Kospi reagiert besonders empfindlich auf Bewegungen der Halbleiterbranche. Die Entwicklung des Index hängt stark von wenigen Grossunternehmen wie Samsung Electronics und SK Hynix ab.

Geopolitische Risiken verstärken den Verkaufsdruck

Neben den Kursverlusten bei Technologieaktien sorgten auch internationale Spannungen für zusätzliche Unsicherheit. Die «TradingKey» berichtet, dass neue Konflikte zwischen den USA und Iran an den Märkten eine Flucht aus risikoreicheren Anlagen auslösten.

Die steigenden Ölpreise erhöhten den Druck auf den südkoreanischen Markt zusätzlich. Laut der «Invezz» ist Südkorea wegen seiner hohen Abhängigkeit von Energieimporten besonders sensibel gegenüber Entwicklungen an den Rohstoffmärkten.

Kospi Aktien
Der Kospi bricht deutlich ein und löst wegen der heftigen Kursverluste eine Handelsunterbrechung aus. (Symbolbild) - depositphotos

Auch die erwartete Zinsentscheidung der südkoreanischen Zentralbank steht im Fokus der Anleger. Viele Marktteilnehmer rechnen mit einer möglichen Zinserhöhung angesichts höherer Inflation und eines schwächeren Won.

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