Hyundai-Mitarbeitende streiken in Südkorea
Die Beschäftigten des Automobilherstellers Hyundai Motors in Südkorea haben am Montag einen dreitägigen landesweiten Teilstreik begonnen. Zuvor waren die Verhandlungen insbesondere über Lohnerhöhungen gescheitert.

Nach Angaben der grössten Gewerkschaft des Unternehmens sollen sich fast 40'000 Angestellte an der Aktion beteiligen. Dabei soll die Arbeit bis Mittwoch täglich vier Stunden lang niedergelegt werden. Die Gewerkschaft kündigte an, am Mittwoch über eine mögliche Fortsetzung der Aktion entscheiden zu wollen.
Die Angestellten des grössten südkoreanischen Automobilherstellers fordern eine Erhöhung ihrer Leistungsprämien und Löhne. Ausserdem möchten sie ihr Pensionsalter erhöhen, um länger ihren Lohn zu beziehen. Die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Geschäftsleitung dauern seit Mai an, sind jedoch am 8. Juli erneut gescheitert.
In einer Erklärung an die Angestellten eines Werks in Ulsan drückte Hyundai-Chef Choi Yeong-il sein «tiefes Bedauern» über diesen Streik aus, «gerade zu einem Zeitpunkt, an dem wir versuchen sollten, unsere Ergebnisse dank der Einführung neuer Modelle in der zweiten Jahreshälfte wieder zu verbessern», berichtete die Agentur Yonhap.
Die Aktion findet vor dem Hintergrund wachsender Sorgen um die Arbeitsplatzsicherheit in der Branche statt, angesichts der Fortschritte in der Robotik und der künstlichen Intelligenz. Hyundai plant, ab 2028 humanoide Roboter in seinen US-Werken einzusetzen.
Das Unternehmen hat zwar noch keine Pläne für den Einsatz dieser Roboter in seinen südkoreanischen Fabriken bekannt gegeben. Doch mehrere Experten gehen davon aus, dass dies nur eine Frage der Zeit ist.














