Konjunkturaussichten für die Schweiz hellen sich nur leicht auf

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Zürich,

In der Schweiz haben sich die Wirtschaftsaussichten im Monat Mai gemessen am Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle KOF weiter aufgehellt, dies allerdings nur leicht. Für den weiteren Konjunkturverlauf bleiben die Aussichten verhalten.

Weiter unter Druck bleibt die Exportindustrie - im Bild der Hafen Kleinhüningen in Basel. (Archiv)
Weiter unter Druck bleibt die Exportindustrie - im Bild der Hafen Kleinhüningen in Basel. (Archiv) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Im Mai stieg das KOF-Konjunkturbarometer nur um 0,2 auf 98,0 Punkte, wie das KOF Institut der ETH Zürich am Freitag mitteilte. Damit hat sich der Frühindikator nach dem Rückfall im März (revidiert 95,7 Punkte) weiter erholt, der Sprung zurück über die 100 Punkte gelang jedoch nicht.

Das Mai-Barometer fiel am unteren Ende der Erwartungen aus. Von AWP befragte Ökonomen hatten mit Werten zwischen 97,5 bis 99,0 Punkten gerechnet. Das KOF-Barometer ist ein vorlaufender Sammelindikator, der auf einer Vielzahl von Indikatoren basiert und anzeigen soll, wie sich die Konjunktur in naher Zukunft entwickelt. Werte über 100 Punkte deuten auf Wachstum hin.

Im Zuge des Konflikts im Nahen Osten zeichnet sich für die Schweizer Konjunktur derzeit ein uneinheitliches Bild ab. Die in das Konjunkturbarometer einfliessenden Indikatoren zu den Aussichten seien nach wie vor gemischt, hielt die KOF fest.

Dabei stehen laut der Mitteilung insbesondere die Indikatoren des Verarbeitenden Gewerbes weiterhin unter Druck. Dies werde wiederum von positiven Entwicklungen bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern abgefedert.

Nachfrageseitig hätten zuletzt die Indikatoren der Auslandsnachfrage günstigere Perspektiven gezeigt, hiess es weiter. Zugleich wurden bei der Konsumnachfrage rückläufige Entwicklungen ausgemacht.

Ein gemischtes Bild zeigte sich den KOF-Ökonomen auch in der Analyse des verarbeitenden Gewerbes allein. Während die Indikatoren der Auftragslage, der Lagersituation, sowie der allgemeinen Geschäftslage positive Aussichten aufzeigten, hätten jene der Exportwirtschaft und der Produktionstätigkeit weiter nachgegeben.

In den Unterbranchen von Industrie und Bau wiederum entwickelten sich laut den Angaben zum KOF-Konjunkturbarometer vor allem die Indikatoren der Papier- und Druckerzeugnisse positiv. Im Gegensatz dazu müssten unter anderem die Indikatoren der Textilindustrie und der Elektroindustrie zurückstecken, hiess es.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #7739 (nicht angemeldet)

Öl ist erst der Anfang: Wie der Iran-Krieg die Weltwirtschaft noch schocken wird Steigende Ölpreise sind längst nicht mehr der einzige Faktor, wie der Iran‑Krieg die Weltwirtschaft unter Druck setzt. Lieferengpässe bei Energie, Düngemitteln, Medikamenten und wichtigen Industrie‑Rohstoffen treiben die Inflation an. Sie könnten noch tiefere ökonomische Folgen auslösen – selbst wenn der Konflikt bald endet.

User #5363 (nicht angemeldet)

Da die Löhne und Renten dem Wirtschafts Verlauf nicht nachkommen, ist allen nur ein Glas voll oder halb leeres glas Wasser.....

Weiterlesen

hitze
93 Interaktionen
«Wird unterschätzt»
Messerattacke Winterthur
1'504 Interaktionen
«Unwohl»

MEHR AUS STADT ZüRICH

1 Interaktionen
Zürich
Schutz & Rettung Zürich
1 Interaktionen
Zürich
3 Interaktionen
Noch essbar