«Zu muskulös»: Zürcher Podcasterin traute sich nicht, Bein zu zeigen
Karin Bearpark zeigt sich im Minirock. Für die Zürcher Podcasterin ist das ein grosser Schritt: Lange traute sie sich kaum in kurzen Sachen raus.

Das Wichtigste in Kürze
- Karin Bearpark versteckte ihre muskulösen Beine lange unter Kleidung.
- In Kleidern fühlt sich die Zürcher Podcasterin wie ein «Muskeltier».
- Der Spruch eines früheren Dates blieb ihr bis heute im Kopf.
- Nun zeigt sie sich bewusst im Minirock.
Karin Bearpark (27) spricht in ihrem Podcast zusammen mit Dara Masi offen über Sex, Beziehungen und gesellschaftliche Tabus. Beim eigenen Körper verlässt die Zürcherin der Mut aber manchmal.
In einem neuen Instagram-Video zeigt sich Bearpark in einem kurzen Rock. Was nach einem gewöhnlichen Outfit-Clip aussieht, kostete sie aber einiges an Überwindung.
«Ich hatte immer schon eher muskulöse Beine», erzählt die Podcasterin. Zudem habe sich Fett bei ihr vor allem an den Beinen angesammelt.
Selbst bei Hitze lieber bedeckt
Deshalb habe sie sich lange nicht getraut, in kurzen Hosen nach draussen zu gehen. Auch Kleider lösen bei ihr unangenehme Gedanken aus.
«In einem Kleid fühle ich mich, als wäre ich ein Muskeltier», sagt Bearpark. Dann verdecke sie ihre Beine lieber.

Dabei weiss sie selbst, dass ihre Gedanken übertrieben sind. «Das sind einfach meine Beine. Die sind so sportlich», hält sie im Video fest.
Und weiter: «Ich weiss, dass das alles okay ist und dass ich sportliche Beine haben darf.»
Ihr neuer Look gefällt ihr eigentlich. Das Röckchen sei «so cute», schwärmt sie und urteilt in gewohnt salopper Sprache: «Das ist der Fett.»
Spruch von Date blieb hängen
Woher die Unsicherheit kommt, kann sich Bearpark zumindest teilweise erklären. «Einer, den ich mal gedatet habe, hat mal gefunden, dass meine Beine zu dick sind», erzählt sie.
Die Bemerkung blieb offenbar hängen.
Bearpark ertappt sich seither dabei, ihren eigenen Körper viel strenger zu beurteilen als den anderer Frauen. «Ich beurteile keinen Körper so, wie ich meinen beurteile», sagt sie.
Andere Körper finde sie meistens «mega schön». Würde sie ihre eigenen Beine an einer anderen Person sehen, würde sie diese vielleicht ebenfalls schön finden.
«Aber bei mir selber gelingt es mir nicht.»
Kein «Fishing for Compliments»
Das Video lag zunächst mehrere Tage als Entwurf auf ihrem Handy. Bearpark war unsicher, ob sie es wirklich veröffentlichen sollte.
Ihr sei wichtig gewesen, dass ihre Botschaft richtig ankomme. Sie wolle weder nach Komplimenten fischen noch hören, dass ihre Beine doch völlig in Ordnung seien.

Der Podcasterin ist auch bewusst, dass ihr Video andere Frauen treffen könnte. Manche könnten denken: Wenn Karin ihre Beine schon zu dick findet, was soll ich dann erst über meine denken?
Darum gehe es ihr ausdrücklich nicht.
Vielmehr wolle sie zeigen, wie hart Frauen häufig mit sich selbst umgehen. Über den eigenen Körper machten sie sich oft viel mehr Gedanken als über den Körper anderer.
Karin Bearpark traut sich
«Es ist wichtig, dass wir verschiedene Arten von Beinen sehen», findet Bearpark. Ob muskulös, kräftig oder schlank, alle sollten sich in ihrem Körper wohlfühlen dürfen.
Am Ende wagte sie den Schritt. Sie veröffentlichte das Video und nahm sich vor, das neue Outfit tatsächlich draussen zu tragen.
«Meine Quintessenz ist, dass ich mich heute traue», sagt sie.
Bearpark führt gemeinsam mit Dara Masi (32) den Podcast «Die Thronfolge». Darin wollen die beiden die Schweiz tabuloser machen und sprechen offen über Beziehungen, mentale Gesundheit und gesellschaftliche Themen.








