Kevin Warsh erhöht den Druck auf die US-Notenbank

    Sandra Neumann
    Sandra Neumann

    USA,

    Kevin Warsh signalisiert härteres Vorgehen gegen Inflation. Trotzdem bleibt offen, ob die Fed bereits im September die Zinsen erhöht.

    Kevin Warsh Fed
    Unter Warsh hält die Fed trotz des politischen Drucks an ihrem Kurs zur Inflationsbekämpfung fest. - picture alliance

    Kevin Warsh hat beim Treffen der Notenbanker in Jackson Hole einen deutlich strengeren Ton zur Inflation angeschlagen. Der Fed-Chef verwies darauf, dass die Preisentwicklung weiterhin über dem angestrebten Ziel der Notenbank liegt.

    Kevin Warsh gab in seiner Rede jedoch keine klare Vorgabe für den weiteren Zinspfad der Fed. Laut «e-fundresearch» dürften deshalb vor allem die kommenden Inflationsdaten für die September-Sitzung entscheidend werden.

    Auch innerhalb des geldpolitischen Ausschusses bestehen unterschiedliche Vorstellungen über den nächsten Zinsschritt. Eine stärker auseinanderdriftende Fed könnte dadurch laut der Analyse zusätzlich für Unsicherheit an den Finanzmärkten sorgen.

    Kevin Warsh bewegt die Märkte

    Die Unklarheit über den weiteren Kurs spiegelte sich bereits in den Reaktionen der Anleger nach Warshs Rede wider. Gold verlor laut «Focus» mehr als drei Prozent, während Bitcoin nachgab und der Dollar gegenüber dem Euro zulegte.

    Bitcoin Kevin Warsh
    Kevin Warsh sorgt mit seinen Aussagen für Bewegung, während Bitcoin und die Finanzmärkte nachgeben. (Symbolbild) - keystone

    Auch die Erwartungen für eine Zinserhöhung im September verschoben sich nach den Aussagen des Fed-Chefs deutlich. Am Markt stieg die Wahrscheinlichkeit eines Schrittes um 0,25 Prozentpunkte von rund 35 auf etwa 60 Prozent.

    Damit erhält die Entscheidung neben der wirtschaftlichen auch eine politische Dimension im Verhältnis zu Donald Trump. Der US-Präsident hatte wiederholt niedrigere Zinsen gefordert, während im November wichtige Zwischenwahlen anstehen.

    Neue Daten entscheiden über den Zinsschritt

    Trotz der gestiegenen Markterwartungen bleibt eine Zinserhöhung im September offen und wird unter Experten unterschiedlich beurteilt. «Vietnam.vn» zufolge reichen die Einschätzungen von einer etwa ausgeglichenen Wahrscheinlichkeit bis zu einer eher unwahrscheinlichen Erhöhung.

    Erwartest du eine Zinserhöhung der Fed im September?

    Mehrere Marktbeobachter bewerten Warshs Aussagen zwar als restriktiver, vermissen aber konkrete Hinweise auf den Zeitpunkt eines Zinsschritts. Für Dezember werden die Chancen einer Erhöhung zugleich deutlich höher eingeschätzt als für die September-Sitzung.

    Damit richtet sich der Blick nun auf die nächsten Inflationszahlen, die kurz vor der Fed-Sitzung veröffentlicht werden. Sie könnten entscheidend dafür sein, ob Warshs härterer Ton tatsächlich in eine Zinserhöhung mündet.

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    Kommentare

    User #4691 (nicht angemeldet)

    Wieder so ein Trump Weichschnäbbeler!

    User #3505 (nicht angemeldet)

    Dt wird aber keine freude haben

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