Ein Toter und 15 Vermisste nach Sturzflut im Grand Canyon

    Keystone-SDA
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    USA,

    Tödliche Sturzflut im Grand Canyon: Ein Mensch kam ums Leben, rund 15 weitere gelten nach den heftigen Wassermassen noch als vermisst.

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    Am Samstag kam es im Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona zu einer schweren Sturzflut. - Facebook/@Grand Canyon Hikers

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Sturzflut hat Teile des Grand Canyon Nationalpark im US-Bundesstaat Arizona schwer verwüstet.
    • Bis Sonntagmorgen wurden 62 Personen gerettet – mehr als 20 Personen werden vermisst.
    • Wegen weiterer Gewitter und Starkregen drohen neue Sturzfluten.

    Bei einer Sturzflut im Grand-Canyon-Nationalpark ist ein Mensch ums Leben gekommen, etwa 15 weitere gelten als vermisst. Über Schweizer Opfer gibt es gemäss dem Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) keine Informationen.

    Die zuständige US-Behörde bittet um Mithilfe bei der Suche nach Wanderern und Besuchern, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem betroffenen Teil des Nationalparks im Bundesstaat Arizona aufgehalten haben.

    Von der Sturzflut erfasst wurde demnach ein bei Touristen beliebtes Gebiet: die Phantom Ranch und der Bright Angel Canyon. Beide liegen tief im Inneren des Grand Canyon unweit des Colorado River.

    Die Flut beschädigte laut US-Medien Campingplätze und Wanderwege im Nationalpark.

    Fast alle Fussgängerbrücken über den Bach Bright Angel seien zerstört worden, teilte der National Park Service (NPS) weiter mit.

    Auf Bildern und einem Video war zu sehen, dass das Gebiet rund um die Phantom Ranch verwüstet und mit Schlamm bedeckt wurde.

    Warnung vor weiteren Sturzfluten

    Die Leiche eines 46-Jährigen sei am Sonntagabend am Colorado River, unweit von Crystal Rapids geborgen worden, teilte der NPS auf X mit. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht veröffentlicht.

    In einem früheren Beitrag in den sozialen Medien hatte der NPS zunächst mitgeteilt, dass mehr als 20 Menschen vermisst würden oder nicht auffindbar seien.

    grand canyon
    Derzeit werden immer noch 20 Personen vermisst. - Facebook/@Grand Canyon Hikers

    Bis zum Sonntagmorgen seien 62 Menschen von der Phantom Ranch und dem unteren North Kaibab Trail gerettet worden, hiess es zudem. Weitere Evakuierungen seien geplant. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Die von der Sturzflut betroffenen Teile des Parks bleiben laut Mitteilung bis auf weiteres geschlossen.

    Keine Angaben zu Schweizer Opfern

    Dem EDA lägen keine Informationen über Schweizer Opfer vor, hiess es am Montagmorgen auf Anfrage von Keystone-SDA. Die Schweizer Vertretung in San Francisco stehe aber in Kontakt mit den zuständigen Behörden vor Ort – die Abklärungen seien im Gange.

    Der Park teilte zudem mit, dass durch die Sturzflut Wasserleitungen beschädigt worden seien, und warnte vor Gewittern und Starkregen am Montag, die erneut zu Sturzfluten führen könnten.

    Jährlich besuchen Millionen Menschen den Grand-Canyon-Nationalpark, der weltweit für seine beeindruckende Schluchten-Landschaft bekannt ist. Die meisten Touristen besuchen den bekannteren Südrand.

    Wegen der beschädigten Wasserleitung gelten laut Mitteilung am Südrand des Parks von Montag an strenge Wassersparmassnahmen: So seien etwa Hotelübernachtungen nicht mehr überall möglich, auch mehrere Campingplätze und Wanderwege blieben zunächst geschlossen.

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