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    Merkur-Mission mit Berner Beteiligung steht vor kritischem Manöver

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Nach acht Jahren Reise durchs Weltall wird es für die Bepicolombo ernst: Die mit Schweizer Instrumenten ausgestattete Raumsonde leitet ihren riskanten Anflug zum Merkur ein.

    Die Merkur-Mission Bepicolombo startet am Donnerstag ihre Ankunftsphase. (Symbolbild, künstlerische Darstellung)
    Die Merkur-Mission Bepicolombo startet am Donnerstag ihre Ankunftsphase. (Symbolbild, künstlerische Darstellung) - ESA/ATG EUROPE

    Am kommenden Donnerstag steht der Mission das erste kritische Manöver dieses Anflugs bevor, wie die Europäische Raumfahrtagentur (Esa) am Montag vor den Medien bekanntgab. Das Transportmodul soll sich von den beiden wissenschaftlichen Orbitern der Mission trennen.

    «Es ist eine Hochrisiko-Operation», sagte Ignacio Tanco, Leiter des Esa-Missionsbetriebes für das innere Sonnensystem am Medien-Briefing. Die Abkopplung des Transfermoduls finde unter extrem herausfordernden Bedingungen statt. Man müsse sich daher dem beträchtlichen Risiko stellen, dass Manöver nicht nach Plan verlaufen. Die Teams hätten sich aber intensiv vorbereitet. «In Simulationen haben wir verschiedenste Notfallszenarien durchgespielt, um auf jedes auftretende Problem eine Lösung zu haben», so Tanco.

    Eintritt in Umlaufbahn im November

    Die Trennung vom Transportmodul ist nur der Auftakt der Ankunftssequenz von Bepicolombo – der nach Angaben der Esa bisher komplexesten Mission, die je zum Merkur geschickt wurde. Wegen der enormen Anziehungskraft der nahen Sonne ist der innerste Planet für eine Raumsonde im Orbit schwerer zu erreichen als selbst der weit entfernte Zwergplanet Pluto.

    Im November sollen die beiden Sonden der gemeinsamen Mission der europäischen Esa und der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa zusammen in eine Umlaufbahn eintreten. Es sind erst das zweite und dritte Raumfahrzeug überhaupt, die den Merkur umkreisen werden.

    Bepicolombo war am 20. Oktober 2018 zu seiner Reise zum kleinsten und am wenigsten erforschten Planeten unseres Sonnensystems gestartet. Die Universität Bern hat die Projektleitung für zwei Instrumente an Bord des Esa-Orbiters: Ein Massenspektrometer namens «Strofio», das die Atmosphäre des Merkur analysieren soll und ein Laser-Höhenmesser namens «Bela» (Bepicolombo Laser Altimeter), das ein 3D-Bild der Merkuroberfläche erstellen wird.

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