Heissester Sommer der Messgeschichte in Österreich
In Österreich ist der heisseste Sommer der 260-jährigen Messgeschichte verzeichnet worden.

Die gemittelte Lufttemperatur habe um 2,6 Grad über dem Klimamittel 1991 bis 2020 und gar um 4,4 Grad über dem Klimamittel 1961 bis 1990 gelegen, teilte der staatliche Wetterdienst Geosphere Austria mit.
An mehr als 100 Messstationen seien neue Temperaturrekorde erreicht worden. Erstmals seit Beginn der Messungen stieg die Temperatur den Angaben zufolge über 41 Grad. Gleichzeitig sei vom 1. Juni bis 31. August landesweit rund ein Drittel weniger Niederschlag gefallen als im langjährigen Mittel.
Um die Temperaturverhältnisse des Sommers 2026 in die Klimatologie Österreichs einzuordnen, seit es mittlerweile schwer geworden, die richtigen Adjektive zu finden, sagte der Klimatologe Alexander Orlik von Geosphere Austria.
«Aussergewöhnlich, extrem oder nie da gewesen waren sowohl die Maxima der Tageshöchst- und Tagestiefstwerte, die Länge der Hitzewellen, die Folge an Hitzetagen, die Anzahl an Hitzetagen, an sehr heissen Tagen und an Tropennächten sowie die geringe Anzahl an Frosttagen im Hochgebirge», so Orlik.
Neben der Hitze habe die extreme Trockenheit den Sommer geprägt, hiess es. Der Sommer 2026 zähle zu den fünf niederschlagsärmsten seit Messbeginn 1858. Verschärft wurde die Situation durch einen bereits aussergewöhnlich trockenen Frühling. In den ersten acht Monaten eines Jahres fiel laut Geosphere Austria seit Beginn der entsprechenden Messreihe vor 169 Jahren noch nie so wenig Niederschlag.










