Kerosinmangel bedroht Lufthansa und Europas Flugverkehr
Der Krieg im Nahen Osten gefährdet die Versorgung mit Kerosin. Lufthansa warnt vor möglichem Kerosinmangel und prüft Flugzeugstilllegungen.

Die Lage wird ernst für Europas Flugbranche, berichtet «T-Online». Der Krieg im Nahen Osten bedroht derzeit die Versorgung mit Flugbenzin.
Die strategische Strasse von Hormus, eine Schlüsselpassage, ist durch den Iran-Konflikt faktisch blockiert worden.
Vor dem Krieg stammten etwa 40 Prozent des europäischen Kerosins aus der Golfregion, berichtet der «Business Insider». Diese Abhängigkeit wird nun zur kritischen Schwachstelle für Fluggesellschaften.
Gefahren für Flugverkehr durch Kerosinmangel
Lufthansa-Vorständin Grazia Vittadini warnt vor Kerosinmangel. «Die Frage der Verfügbarkeit von Flugkraftstoff ist an einigen asiatischen Flughäfen bereits jetzt schwierig», berichtet die «Welt».
«Je länger die Strasse von Hormus blockiert bleibt, desto kritischer kann die Versorgungssicherheit mit Kerosin werden», warnt Vittadini. Die Kerosinpreise sind dramatisch gestiegen.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr kündigte deutliche Massnahmen an. Das Unternehmen prüft die vorübergehende Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen, meldet das «Handelsblatt».
Milliardenschwere Zusatzkosten für die Airlines
Zwar habe Lufthansa rund 80 Prozent des Treibstoffbedarfs gegen Preisschwankungen abgesichert. Die Mehrkosten für die nicht abgesicherten 20 Prozent belaufen sich jedoch auf etwa 1,3 Milliarden Franken, berichtet das «Handelsblatt».

Damit wird eine Erhöhung der Ticketpreise unumgänglich. Andere Fluggesellschaften sind ebenfalls alarmiert.
Ryanair-Chef Michael O'Leary rechnet mit Kerosinmangel von 10 bis 25 Prozent im Mai und Juni. Die skandinavische Airline SAS hat bereits reagiert: Sie strich im April rund 1000 weniger rentable Flüge, berichtet «T-Online».
















