Lufthansa prüft Stillstand von 40 Flugzeugen
Kerosin wird knapp und teuer, die Ticketpreise könnten steigen. Carsten Spohr, Chef der Lufthansa, kündigte intern ein zweistufiges Krisenprogramm an.

Steigende Kerosinpreise durch den Nahost-Konflikt zwingen Lufthansa zur Krisenvorbereitung. Das «Handelsblatt» berichtet von zwei Szenarien bei der Airline.
Chef Carsten Spohr prüft, 20 oder gar 40 Jets stillzulegen. Das entspricht einer Kapazitätsreduzierung von 2,5 bis 5 Prozent.
Betroffen sind vor allem ältere Jets mit hohem Treibstoffverbrauch.
Ticketpreise müssen steigen
Laut der «WirtschaftsWoche» hat Lufthansa den Treibstoffbedarf zu 80 Prozent abgesichert. Für die restlichen 20 Prozent entstehen erhebliche Mehrkosten.
Die gestiegenen Kerosinpreise verursachen zusätzliche Ausgaben von 1,5 Milliarden Euro. Diese Belastung wird den Flugverkehr massiv beeinflussen.
Der «Tagesspiegel» zitiert Spohr: «Das wiederum wird sich auf die Nachfrage auswirken, es werden weniger Menschen reisen.» Die Airline muss die Preise erhöhen.
Lufthansa sucht Alternativlösungen
Das Unternehmen wolle «früh vorbereitet sein», sagt der Chef laut dem «Handelsblatt». Ertragsschwache Strecken in Europa stehen auf dem Prüfstand.

Parallel zu den Stilllegungsplänen erkundet die Airline Ausweichlösungen, wie die «WirtschaftsWoche» berichtet. Jets sollen zu touristischen Destinationen und nach Indien verlagert werden.
Für den Sommer sind rund 1600 zusätzliche Abflüge von den Drehkreuzen geplant. Spohr betont: «Die Folgen sind grösser, als wir erwartet hatten.»
















