Karin Keller-Sutter

    Keller-Sutter: UBS-Lobbying setzt Parlament unter Druck

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Bundesrätin Karin Keller-Sutter zeigt sich besorgt über das aktuelle Lobbying der Grossbank UBS. Dieses setze das Schweizer Parlament unter Druck.

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    Das UBS-Lobbying rund um neue Massnahmen zur Bankenregulierung setze das Parlament unter Druck. Das erklärt Bundesrätin Karin Keller-Sutter. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aktuell wird in der Schweiz übere schärfere Massnahmen zur Bankenregulierung debattiert.
    • Der Grossbank UBS gehen die auf dem Tisch liegenden Vorschläge viel zu weit.
    • Sie lobbyiert in Bundesbern – und setzt damit das Parlament unter Druck.

    Parlamentarier stehen laut Finanzministerin Karin Keller-Sutter durch die UBS im Zusammenhang mit der Bankenregulierung unter Druck.

    Ein so starkes Lobbying eines privaten Akteurs sei in der Schweiz eher unüblich, sagte sie im Interview mit dem «Blick».

    «Ich höre von Parlamentariern, die fürchten, dass die UBS die Zuwendungen an ihre Partei reduzieren könnte», sagte die Bundesrätin.

    Neue Massnahmen kommen laut Karin Keller-Sutter nach gründlicher Analyse

    Weiter erklärte sie: «Man kann unterschiedliche Meinungen haben. Es entspricht aber nicht dem gängigen Stil, dass man so dezidiert gegen unsere Institutionen antritt.»

    Das Parlament habe sich intensiv mit der Aufarbeitung der Credit Suisse-Krise befasst, auch im Rahmen einer Parlamentarischen Untersuchungskommission.

    Was hältst du von den neuen Massnahmen zur Bankenregulierung?

    Viele seien inhaltlich mit den Zielen des Bundesrates einverstanden, doch der Druck sei für das Parlament nicht einfach.

    Die vorgeschlagenen Massnahmen zur Bankenregulierung seien das Ergebnis einer gründlichen Analyse des Zusammenbruchs der Credit Suisse. Und zielten darauf ab, bestehende Lücken zu schliessen.

    UBS findet Verschärfung «unverhältnismässig»

    Der Bundesrat habe seine Verantwortung wahrgenommen, nun sei das Parlament am Zug.

    «Am Ende des Tages geht es darum, welche Interessen sich durchsetzen: jene der Steuerzahlenden oder jene der UBS», sagte Keller-Sutter weiter.

    Karin Keller-Sutter
    Fürchtet den Lobby-Einfluss der UBS auf Schweizer Parlamentarierinnen und Parlamentarier: Bundesrätin Karin Keller-Sutter. - keystone

    Die UBS wehrt sich seit längerem gegen die von ihr als «unverhältnismässig» bezeichneten Verschärfungen der Kapitalvorschriften.

    Unterstützung erhielt sie von Banken- und Wirtschaftsverbänden. Aber auch von Banken-Standortkantonen und bürgerlichen Parteien.

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    Kommentare

    User #6179 (nicht angemeldet)

    Das ist nicht mehr Lobbying sondern das ist Erpressung.

    User #6249 (nicht angemeldet)

    Es ist sehr gut dass es Lobbyisten gibt. Was würden den die Parlamentarische Mehrheit aus Unkenntnis dem Volk aufbürden. Lobbyisten sind Speziallisten und keine Amateure wie unser Parlament!

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