Feuerwerks-Verbot: 1.-August-Feiern in Bern mit Drohnen und Gasgrill
Mit der anhaltenden Trockenheit und dem damit verbundenen Feuerwerksverbot kommen die 1.-August-Feiern vielerorts im Kanton Bern etwas anders daher als gewohnt. Statt Himmelslaternen werden Drohnen steigen gelassen – und grilliert wird ohne Kohle.

Das Verbot von Feuer in Waldesnähe und Feuerwerk auf dem ganzen Kantonsgebiet gilt seit vergangenem Donnerstag und wird am 6. August erneut beurteilt. Entsprechend dürfen auch am Nationalfeiertag keine Raketen oder Vulkane gezündet und offene Feuer entfacht werden.
An der Feier auf dem Bundesplatz wird der traditionelle Gemeinschaftsgrill aufgrund der Brandgefahr heuer mit Gas statt mit Kohle betrieben.
Wer Abkühlung braucht, erhält diese bei einer Führung durch das Bundeshaus, beim Wasserspiel oder an der kostenlosen Trinkwasserstation.
Ansonsten kann der Anlass laut der Veranstalterin Idéebern wie gewohnt durchgeführt werden. In der Altstadt ist Feuerwerk ohnehin seit 2021 ganzjährig verboten.
Auf dem Programm stehen etwa eine Rede von Stadtratspräsidentin Jelena Filipovic und ein Auftritt der Berner Musikerin Soukey.

Auf Traditionen verzichten hingegen jene Gemeinden, die ein Höhen- oder 1. Augustfeuer geplant hatten – darunter die Stadt Thun. An der Feier auf der Lindenmatte erhalten stattdessen wieder Menschen aus der Bevölkerung die Gelegenheit, ihre persönliche 1.-August-Rede vorzutragen.
Die Einführung macht Kabarettistin Jovana Nikic und die neue Stadtpräsidentin Eveline Salzmann hält ein Dankwort.
Die beiden grossen Feuerwerke über dem Thunersee vor Gunten und zwischen Oberhofen und Hilterfingen dürfen hingegen wie gewohnt stattfinden.
Das Regierungsstatthalteramt hat entsprechende Ausnahmen bewilligt, zumal die Grossfeuerwerke von Fachpersonen gezündet werden und genügend Abstand zum Ufer haben.

Das Feuerwerk in Interlaken wiederum wird durch eine Drohnenshow ersetzt. Mehrere hundert leuchtende Drohnen sollen am Abend des 1. August über der Höhematte aufsteigen.
In Biel wurde die Drohnenshow zum Nationalfeiertag bereits letztes Jahr wieder abgeschafft, die offizielle Feier der Stadt steigt aber erneut auf dem Areal des Lakelive-Festivals.
Auf der Bühne stehen werden etwa ein Blechbläser-Quintett des Theaters Orchester Biel Solothurn. Die Rede hält Stadtpräsidentin Glenda Gonzalez Bassi.
Zu den weiteren bekannten Rednerinnen und Rednern zählen auch Teile der Landesregierung: Bundesrat Beat Jans stösst zu einem Brunch in Biembach im Emmental und Albert Rösti gibt ein Heimspiel in Uetendorf. Der Regierungsrat Pierre Alain Schnegg wird unter anderem in Champoz auftreten und somit ebenfalls in seiner Heimat zu Gast sein.
Abseits der Politik steht unter anderem ein Auftritt der Olympiamedaillengewinnerin Saskia Maurer an. Die Eishockey-Torhüterin ist Festrednerin in Zäziwil.
Auf dem St. Jodel in Ins hält – passend zur Örtlichkeit – die Jodlerin Daria Occhini eine Ansprache. Wobei der Name des Austragungsorts nicht auf das immaterielle Kulturerbe zurückgeht, sondern auf den heiligen Theodul, dessen Name sich im Sprachgebrauch mit der Zeit verschliffen hat.








