Julius Bär schreibt im Halbjahr Rekordgewinn
Die Privatbank Julius Bär hat im ersten Halbjahr 2026 den Gewinn dank höherer Erträge aber auch dank dem Wegfall von Sonderbelastungen auf ein neues Rekordhoch gesteigert. Die Neugeldzuflüsse zum Vermögensverwaltungsinstitut blieben derweil verhalten.

Der Konzerngewinn für die ersten sechs Monate lag mit 673 Millionen Franken mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr (295 Millionen), wie Julius Bär am Dienstag mitteilte. Allerdings war der Gewinn in der Vorjahresperiode noch von Wertberichtigungen auf dem Kreditportfolio von 130 Millionen Franken und von weiteren Sonderfaktoren belastet worden.
Der Netto-Neugeldzufluss im ersten Halbjahr 2026 belief sich auf 5,7 Milliarden Franken, nach einem Zufluss von 7,9 Milliarden Franken in der Vorjahresperiode. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr entsprach das einem Neugeldwachstum von 2,2 Prozent.
Die verwalteten Vermögen (Assets under Management, AuM) kletterten per Ende Juni auf ein Allzeithoch von 547 Milliarden Franken. Im Vergleich zum Jahresende 2025 sind die verwalteten Vermögen damit um rund 5 Prozent gestiegen. Neben den Neugeldzuflüssen profitierte die Bank von einer guten Entwicklung an den Aktienmärkten sowie von Währungseffekten, wie es heisst.
Auf der Ertragsseite konnte die Bank von einer starken Kundenaktivität im Umfeld der volatilen Finanzmärkte profitieren. Gleichzeitig konnte das Institut weiter Kosten einsparen. Das zugrundliegende Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich im ersten Halbjahr auf 62,6 Prozent gegenüber einem Wert von 68,2 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Wie bereits kommuniziert, will Julius Bär bis 2028 Bruttoeffizienzsteigerungen von 130 Millionen Franken realisieren. Im ersten Halbjahr 2026 hätten Umsetzungskosten 7 Millionen Franken betragen, während die daraus resultierenden Nettokosteneinsparungen 11 Millionen betrugen, wie es heisst.
Das Institut bekräftigt gleichzeitig seine Mittelfristziele. Die Bank bestätigt ausdrücklich auch ihr Ziel eines Neugeldwachstums von 4-5 Prozent bis 2028, auch wenn die Auswirkungen der Implementierung ihres Risiko- und Compliance-Rahmens bis ins Jahr 2027 anhalten dürften, wie sie schreibt.
Mit den Semesterergebnis hat Julius Bär die Erwartungen der Analysten übertroffen – diese hatten den Gewinn im Schnitt bei 630 Millionen Franken (AWP-Konsens) erwartet. Bei den Neugeldzuflüssen hatten die Experten einen Nettozufluss in der Höhe von 5,2 Milliarden Franken prognostiziert.










