Iran-Krieg lässt Firmenpleiten weltweit steigen
Der Krieg im Iran und die damit verbundene Blockade der Strasse von Hormus hinterlassen immer tiefere Spuren in der Weltwirtschaft. Dadurch werden die Insolvenzen weltweit steigen, auch die Schweiz käme nicht ungeschoren davon.

Wegen des Konflikts im Nahen Osten haben sich die Aussichten für Firmen weltweit deutlich eingetrübt, wie dem am Mittwoch publizierten Allianz Trade Insolvenz Report zu entnehmen ist. Neu erwarten die Experten eine Zunahme der Firmenpleiten im laufenden Jahr von 6 Prozent, nach zuvor lediglich 3 Prozent. Zudem sollen die Insolvenzen 2027 stabil auf dem hohen Niveau bleiben, nachdem die Experten zuvor einen leichten Rückgang prognostiziert hatten.
Konkret werden durch den Nahostkonflikt in den Jahren 2026 und 2027 knapp 15'000 zusätzliche Firmenpleiten erwartet. Direkt betroffen seien 2,2 Millionen Arbeitsplätze, rund 600'000 mehr als ursprünglich erwartet. Besonders hart treffe es die Sektoren Bauwesen, Einzelhandel und Dienstleistungen.
Im schlechtesten Fall, also bei einer weiteren Zuspitzung der Situation und einem längeren Anhalten der Krise, könnten die Firmenpleiten 2026 sogar um 10 Prozent nach oben schnellen.
Auch in der Schweiz dürfte der Krieg die Firmenpleiten weiter antreiben, die sich ohnehin durch die geänderte Insolvenzordnung auf einem Rekordniveau befinden. So werde der «unterdurchschnittliche Wirtschaftsausblick und die Wachstumsprognosen zum Negativtrend» beitragen, lässt sich Jan Möllmann, CEO von Allianz Trade in der Schweiz, in der Mitteilung zitieren.
Die Allianz-Experten erwarten 2026 einen Anstieg der Insolvenzen in der Schweiz von 20 Prozent. 2027 sollen sie sich dann wieder normalisieren, und es wird ein leichter Rückgang um 3 Prozent erwartet.










