Krieg

    Iran-Krieg lässt Düngerpreise weltweit steigen

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Der Iran-Krieg zieht eine Gefahr für Landwirte und Lebensmittelpreise rund um den Globus nach sich: Mineraliendünger hat sich auf den Weltmärkten seit Jahresbeginn um rund 30 bis 40 Prozent verteuert.

    Mineraliendünger ist nicht essbar - aber er hilft, die Menschheit zu ernähren. Denn ohne Dünger wären die Ernten sehr viel niedriger. (Archivbild)
    Mineraliendünger ist nicht essbar - aber er hilft, die Menschheit zu ernähren. Denn ohne Dünger wären die Ernten sehr viel niedriger. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA-Zentralbild/JENS BÜTTNER

    Das sagt Philipp Spinne, der Geschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV). Damit ist eine ähnliche Situation eingetreten wie im Februar 2022: «Die Weltmarktpreise für Stickstoffdünger nähern sich immer mehr dem Höchstniveau an, das wir zu Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine hatten», sagt Spinne.

    In Europa sind die Auswirkungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher bisher nicht unmittelbar zu spüren. Denn viele Landwirte hatten ihren Dünger für dieses Frühjahr schon vor Kriegsbeginn gekauft, wie ein Sprecher des Bayerischen Bauernverbands sagt. Die Schweiz bezieht den meisten Dünger aus europäischen Nachbarländern.

    Vor vier Jahren trat die von manchen Fachleuten befürchtete Gefahr für die weltweite Ernährungssicherheit nicht ein. Das lag unter anderem daran, dass Russland – weltweit einer der wichtigsten Düngerproduzenten – vom Angriff auf das Nachbarland profitierte und seine Düngerausfuhren noch steigerte. Mittlerweile hat die EU schrittweise Zollerhöhungen für russischen Stickstoffdünger beschlossen. In dieser Woche hat Russland zum Schutz der eigenen Bauern fürs Erste selbst die Düngerausfuhr beschränkt.

    Doch warum lassen Kriege die Düngerpreise weltweit steigen? Das liegt am hohen Energiebedarf der Herstellung: «Die Gaspreise bestimmen zwischen 80 und 90 Prozent der Kosten der Ammoniak- und Stickstoffproduktion», sagt ein Sprecher des Industrieverbands Agrar. Wird Gas teurer, steigen also automatisch auch die Düngerpreise. Und düngen die Bauern weniger, sind Ernteeinbussen die Folge.

    Und worin liegt die potenzielle Gefahr für die Lebensmittelproduktion? In einem 2008 publizierten Aufsatz berechneten der niederländische Umweltwissenschaftler Jan Willem Erisman und mehrere Kollegen, dass ein Hektar Ackerland mittlerweile doppelt so hohe Ernten produziert wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, und 48 Prozent der Weltbevölkerung ihre Ernährung dem weltweiten Einsatz von Mineraliendünger verdanken.

    Geschätzt ein Drittel des weltweit gehandelten Harnstoffs und etwa zwanzig Prozent des Ammoniaks passieren die Strasse von Hormus. Die direkten Auswirkungen auf Europa sind gering: «Europa bezieht seit Jahren kaum Düngemittel aus der Konfliktregion», heisst es beim Industrieverband Agrar.

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    Kommentare

    User #5435 (nicht angemeldet)

    Hunger für die Welt by Trump. Distanzieren würden sich seine vielen "tendierenden" Fans der jetzt plötzlich nicht mehr gerne genannten schweizerischen Trump-Partei NATÜRLICH NICHT!

    User #5973 (nicht angemeldet)

    Die Trumpjünger in der SVP werden alle trösten können, weil falls wir hungern müssen, tun wir das ja für den grossen Plan...

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