Die Materialknappheit in Deutschlands Industrie hat sich laut Umfrage des Münchner Ifo-Instituts etwas entspannt.
Mitarbeitende in VW-Werk in Salzgitter
Mitarbeitende in VW-Werk in Salzgitter - AFP/Archiv

Der Anteil der Unternehmen, die über Materialmängel klagen, sank von 73,3 Prozent im Juli auf 62 Prozent im August und damit den niedrigsten Wert seit über einem Jahr, wie das Ifo am Dienstag mitteilte. Dieser Rückgang sei aber «immer noch zu klein, um einen deutlichen Impuls bei der Industrieproduktion auszulösen und damit die Konjunktur anzuschieben».

Die Unternehmen berichteten demnach im August, dass vor allem elektronische Komponenten aller Art fehlen. Auch Stahl und Aluminimum in unterschiedlichsten Ausfertigungen werden in vielen Unternehmen gebraucht, so das Ifo. Ein grosses Problem seien auch nicht lieferbare Verpackungsmaterialien.

Gerade in den Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft sei die Materialknappheit weiterhin gross. So berichteten im Maschinenbau weiterhin 85,7 Prozent der Unternehmen, dass sie nicht alle Materialien und Vorprodukte bekommen. Auch in der Elektroindustrie klagen darüber rund 80 Prozent.

Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben Lieferketten weltweit gestört. Unternehmen klagen seit Monaten über Materialmängel, viele können Aufträge daher nicht wie gewünscht abarbeiten.

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