Bei einer Verurteilung wegen Betrugs könnte die Finanzchefin des Smartphone-Riesen Huawei in den USA eine lange Haftstrafe erhalten.
Ein Porträtfoto von Meng Wanzhou, Finanzvorstand des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei.
Ein Porträtfoto von Meng Wanzhou, Finanzvorstand des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Finanzchefin von Huawei drohen bei einer Verurteilung in den USA bis zu 30 Jahre Haft.
  • Meng Wanzhou wird beschuldigt das Handelsembargo gegen Iran nicht eingehalten zu haben.
  • Die Anklage der Chinesin entfacht den Handelskonflikt zwischen China und USA neu.

Die USA werfen der in Kanada festgenommenen Finanzchefin des chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei Verstöße gegen die Iran-Sanktionen vor. Dies sagte ein Rechtsvertreter der kanadischen Regierung am Freitag bei einer Anhörung vor einem Gericht im westkanadischen Vancouver.

Meng Wanzhou wird nach seinen Angaben von den USA der «Verschwörung zum Betrug von Finanzinstitutionen» beschuldigt. Ihr werde angelastet, Banken über die Aktivitäten einer Huawei-Filiale getäuscht zu haben, die unter Verstoß gegen die US-Sanktionen den Iran beliefert habe. Der Vertreter der kanadischen Regierung forderte, Mengs Antrag auf ihre Freilassung gegen Kaution zu verwerfen. Der Konzernmanagerin drohten mehr als 30 Jahre Haft, sagte er.

Meng ist die Tochter des Konzerngründers Ren Zhengfei. Sie war am vergangenen Wochenende auf Betreiben der US-Behörden in Vancouver festgenommen worden. Die chinesische Regierung reagierte mit scharfem Protest. Die Festnahme hat weltweit Ängste vor einer erneuten Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China ausgelöst.

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