Highguard entfacht neue Debatte über Live-Service-Games

Sandra Neumann
Sandra Neumann

USA,

Das Online-Spiel Highguard steht vor dem endgültigen Aus. Nach der Abschaltung der Server entbrennt erneut eine Diskussion über Live-Service-Games.

Highguard
Highguard wird abgeschaltet und verliert damit seine Onlinefunktionen für Spieler weltweit. - keystone

Das Multiplayer-Spiel Highguard wird endgültig abgeschaltet und verliert damit seine wichtigsten Onlinefunktionen für Spieler auf allen Plattformen. Damit endet ein Projekt, das ursprünglich als langfristiger Live-Service-Titel mit regelmässig neuen Inhalten geplant war.

Viele Spieler verlieren durch das Server-Aus den Zugang zu zentralen Multiplayer-Funktionen und Online-Inhalten des Spiels. Einige Bestandteile könnten weiterhin eingeschränkt verfügbar bleiben, etwa lokale Inhalte oder bestimmte Spielmodi ohne Serververbindung.

Die Abschaltung markiert das Ende eines vergleichsweise kurzen Kapitels im umkämpften Multiplayer-Markt moderner Online-Spiele. Laut «Playcentral» werden die Highguard-Server vollständig deaktiviert, wodurch alle Online-Features dauerhaft nicht mehr nutzbar sein werden.

Highguard zeigt Risiken von Live-Service-Spielen

Der Fall Highguard wird inzwischen auch innerhalb der Spielebranche intensiv diskutiert und analysiert. Viele Beobachter sehen darin ein Beispiel für die wirtschaftlichen Risiken moderner Live-Service-Spielmodelle.

Würdest du ein Live-Service-Spiel wie Highguard spielen?

Solche Spiele benötigen dauerhaft aktive Spieler sowie regelmässige Updates mit neuen Inhalten, Events oder Erweiterungen. Ohne stabile Community und langfristige Spielerbindung geraten viele Projekte schnell unter wirtschaftlichen Druck.

Gerade neue Marken ohne grosse Fangemeinde haben es besonders schwer, langfristig genügend Spieler anzuziehen. Viele Entwickler beobachten diese Entwicklung inzwischen mit wachsender Skepsis gegenüber Live-Service-Konzepten.

Entwickler zieht Konsequenzen

Auch ehemalige Beteiligte ziehen persönliche Konsequenzen aus dem gescheiterten Projekt Highguard. Ein früherer Naughty-Dog-Artist äusserte öffentlich deutliche Kritik am Geschäftsmodell vieler Live-Service-Spiele.

Er erklärte in einem Interview, künftig keine Zeit mehr für solche Projekte verschwenden zu wollen. «Play3» zufolge habe ihn die Erfahrung mit Highguard nachhaltig geprägt und seine Sicht auf die Branche verändert.

highguard
Nach dem Aus von Highguard fordern einige Entwickler wieder mehr klassische Einzelspieler-Spiele statt Live-Service-Modelle. (Archivbild) - keystone

Seiner Ansicht nach sollten Studios wieder stärker auf klassische Einzelspieler-Erfahrungen und abgeschlossene Spiele setzen. «Playfront» berichtet, dass einige Entwickler das Live-Service-Modell inzwischen deutlich kritischer bewerten als noch vor wenigen Jahren.

Kommentare

User #6259 (nicht angemeldet)

World of Warcraft

User #2759 (nicht angemeldet)

Get woke - go broke... Noch fragen..?

Weiterlesen

Starcraft-Shooter
1 Interaktionen
Ankündigung
GTA 6 2026
Vor Release
a
33 Interaktionen
Über Videospiele

MEHR IN NEWS

rheinmetall
2 Interaktionen
Millioneninvestition
Schüler
5 Interaktionen
Studie
FBI
Verdächtiger tot

MEHR AUS USA

3 Interaktionen
Tampa
heidi klum
3 Interaktionen
Ungewöhnliche Stärke
macbook neo
3 Interaktionen
Wettbewerb
baywatch
1 Interaktionen
Reboot