Hoffnung für die deutsche Wirtschaft: Ifo erhöht Prognose deutlich

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Deutschland,

Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für die Aussichten der deutschen Wirtschaft überraschend stark erhöht. Die Ökonomen erwarten nun dieses Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,4 Prozent.

sdf
Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für die Aussichten der deutschen Wirtschaft überraschend stark erhöht. (Archivbild) - keystone

Bisher hatten die Experten mit einme Plus von 0,8 Prozent gerechnet. «Lichtblicke zeigen sich insbesondere in der krisengeplagten Industrie», heisst es in dem Papier vom Donnerstag.

Auch im nächsten Jahr könnte sich die deutsche Wirtschaft mit einem BIP-Wachstum von 1,2 Prozent besser entwickeln als bislang erwartet. Das wären 0,4 Prozentpunkte mehr als in der Sommerprognose.

Damit reihen sich die Münchner Wirtschaftsforscher ein in optimistischere Einschätzungen anderer Experten. So hatte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erst am Vortag seine Prognose von Juni mit 1,2 Prozent mehr als verdoppelt. Damals hatten die DIW-Ökonomen nur ein Mini-Wachstum von 0,5 Prozent für dieses Jahr erwartet.

Zu der positiven Entwicklung tragen nach Einschätzung des Ifo-Instituts sowohl das schuldenfinanzierte Investitionspaket der Bundesregierung als auch eine gestiegene Nachfrage aus dem Ausland bei. Beide Faktoren in Kombination haben laut der neuen Prognose «konjunkturell die Oberhand gewonnen und so stärkere Bremsspuren durch den Energiepreisschock verhindert».

Die in den vergangenen Jahren sowohl unter US-Zollerhöhungen als auch erstarkter chinesischer Konkurrenz leidende Industrie könnte ihre Wirtschaftsleistung in diesem Jahr sogar um 1,8 Prozent steigern.

Die Konjunktur entwickelt sich ungeachtet der «Störfeuer». Zu den Störungen zählen die Wissenschafter neben dem Iran-Krieg auch das Niedrigwasser in den Flüssen. Einen Rückgang der Arbeitslosigkeit erwarten die Münchner Ökonomen in diesem Jahr jedoch nicht.

Doch es wächst keineswegs nur die Wirtschaft: Kehrseite der Medaille ist ein rascher Anstieg der Staatsverschuldung. Das staatliche Finanzierungsdefizit könnte von drei Prozent des BIP im vergangenen Jahr bis 2028 auf 4,6 Prozent anschwellen, hiess es

Auch die Inflationsrate wird nach der Prognose des Instituts steigen: Für dieses Jahr erwarten die Wissenschaftler eine Teuerungsrate von 2,8 Prozent und sogar von 3,0 PRozent für 2027. Damit liegt die Teuerung massiv über dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank.

Kommentare

Weiterlesen

Wladimir Putin
287 Interaktionen
Drohne in Leipzig
x
Waffen legal besessen

MEHR AUS DEUTSCHLAND

osna
In den Winkel
Tödlicher Jagdunfall Jagd
Deutschland
Duggingen BL/Zwingen BL