Helvetia-Schweiz-Chef Martin Jara befindet sich derzeit nicht auf der Suche nach einer neuen Partnerschaft mit einer Bank.
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Martin Jara, Helvetia-CEO (Archivbild) - keystone

«Wir arbeiten dafür mit offenen Plattformen, bei denen unsere Kundschaft auswählen kann», sagte der Manager im Interview mit der «Handelszeitung» (Donnerstagausgabe). Per Ende 2020 hatten der Versicherer und die Raiffeisen-Gruppe ihre langjährige Kooperation für den Vertrieb von Versicherungsprodukten beendet. Ganz verschliesst sich die Helvetia den Finanzinstituten aber nicht.

Beim Helvetia-Spinn-off Atlanto baue man Zahlungsschnittstellen zu verschiedenen Banken ein, führte Jara aus. Und bei der Helvetia-Online-Versicherung Smile arbeite sein Unternehmen mit dem Fintech-Startup Neon zusammen.

Von Smile habe Helvetia übrigens immer wieder erfolgreiche Lösungen ins Stammhaus transferiert. «Aber wir müssen da deutlich schneller werden. Der Markt dreht sich in einem Tempo, bei dem man sich nicht mehr erlauben kann, Neues erst bei Smile zu lancieren und dann mit viel Verzögerung auf die Helvetia zu übertragen», sagte Jara.

Weiter äusserte er sich zur spanischen Caser. Mit dieser habe Helvetia unlängst in einem digitalaffinen Land eine Versicherung eingekauft. Caser habe viele gute Kooperationen, sagte der CEO. Da könne man sich allenfalls noch einiges abschauen, auch für den Schweizer Markt. Umgekehrt schaue sich Caser Smile genauer an.

Die Frage, ob Caser der Vorbote einer grösseren internationalen Expansion sei, verneinte Jara hingegen. Eine solche stehe «nicht gerade unmittelbar bevor». Allerdings hätte Smile «auf jeden Fall internationales Format». «Da ist es auf jeden Fall ein Thema, das zu skalieren», so der Manager.

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