Handel mit Grossbritannien hat für Deutschland an Bedeutung verloren
Im Zuge der Brexit-Verhandlungen seit 2016 ist der Anteil des Handels mit Grossbritannien am deutschen Gesamthandel gesunken.

Das Wichtigste in Kürze
- Anteil der Importe und Exporte ging zurück.
Während im Jahr 2015 noch 7,4 Prozent aller deutschen Exporte ins Vereinigte Königreich gingen, waren es 2018 noch 6,2 Prozent, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag mitteilte. Bei den Importen sank der Anteil demnach entsprechend von 4,3 auf 3,8 Prozent.
Aufgrund der insgesamt stark angestiegenen deutschen Handelsbilanz habe zwar auch das Volumen der Importe und Exporte aus und nach Grossbritannien in absoluten Zahlen zugenommen, relativierten die Forscher auf AFP-Nachfrage - allerdings unterdurchschnittlich. Demnach wäre 2018 «der Umfang der Exporte nach Grossbritannien um 16,2 Milliarden Euro höher ausgefallen, der der Importe um 5,5 Milliarden Euro», wären die höheren Anteile von 2015 verwirklicht worden.
«Die politischen Unsicherheiten scheinen aber abzunehmen, und ein No-Deal-Szenario wird unwahrscheinlicher», erklärten die Wirtschaftsforscher. Der Handel profitiere auch vom wieder erstarkten britischen Pfund. «Zudem ist die britische Volkswirtschaft insgesamt in guter Verfassung, die Arbeitslosigkeit ist niedrig.» Das Institut berücksichtigte bei seinen Berechnungen den Güterhandel, nicht den Handel mit Dienstleistungen.














