Glencore mit Umsatz- und Ergebnissprung im ersten Halbjahr
Glencore steigert im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Gewinn deutlich und plant eine Sonderdividende sowie eine Zweitnotierung in Australien.

Der Schweizer Bergbau- und Rohstoffkonzern Glencore hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich zugelegt. Der Umsatz stieg um knapp 50 Prozent auf 174,4 Milliarden US-Dollar.
Nach zwei Verlustsemestern in Folge erzielte Glencore wieder einen hohen Gewinn, wie das «SRF» berichtet. Unter dem Strich verblieben 4,4 Milliarden Dollar, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 655 Millionen Dollar resultiert hatte.
Besonders stark entwickelte sich das Energiegeschäft mit Öl und Gas. Laut der «Finanz und Wirtschaft» profitierte der Konzern dabei von höheren Rohstoffpreisen und starken Schwankungen an den Energiemärkten.
Rohstoffhandel bringt Milliarden ein
Der bereinigte operative Gewinn (adjustiertes EBITDA) erhöhte sich um 86 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBIT stieg der «Trend» zufolge auf 6,7 Milliarden Dollar und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert.
Ein wichtiger Wachstumstreiber war das globale Handelsgeschäft mit Rohstoffen. Glencore erzielte im Marketing-Bereich einen operativen Gewinn von 3,3 Milliarden Dollar.
Die Entwicklung wurde auch durch die Energiepreisentwicklung im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt beeinflusst. CEO Gary Nagle erklärte, das erste Halbjahr sei von Preisanpassungen im Energiesektor geprägt gewesen, wie das «SRF» berichtet.
Glencore plant neue Ausschüttungen
Glencore nutzt im Rohstoffhandel Preisunterschiede zwischen Regionen und Zeitpunkten aus. Das «SRF» schreibt, dass insbesondere die Volatilität bei Öl und Gas zusätzliche Ertragsmöglichkeiten geschaffen habe.
Gleichzeitig entstanden höhere Belastungen durch gestiegene Kosten. Der Konzern verwies dabei auf Auswirkungen bei Transport und Logistik.
Auch die Aktionäre sollen vom besseren Geschäftsgang profitieren. Laut der «Trend» kündigte der Konzern eine Sonderdividende sowie ein neues Aktienrückkaufprogramm an.
Belohnt für Aktionäre
Die Sonderdividende soll 8,5 Cent je Aktie betragen und insgesamt rund 1 Milliarde Dollar umfassen. Zusätzlich plant der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Dollar bis Februar 2027.
Glencore will zudem eine Zweitnotierung an der australischen Börse ASX beantragen. Die Zulassung wird für Oktober 2026 angestrebt.

Die zusätzliche Börsenkotierung soll den Zugang zu erfahrenen Rohstoffinvestoren verbessern. Zudem möchte Glencore damit seine Präsenz in einem wichtigen Markt ausbauen.











