Zug

    Manuela Käch (Mitte): «Treffen Sie eine Wahl!»

    Manuela Käch
    Manuela Käch

    Region Zug,

    Demokratie lebt vom Gespräch und vom Austausch unterschiedlicher Meinungen. Manuela Käch schreibt über den Wahlkampf und die Bedeutung des eigenen Entscheids.

    Manuela Käch.
    Manuela Käch, Zuger Mitte-Kantonsrätin. - zVg

    «Eine Demokratie ohne Diskussion ist museal.» Wie passend dieser Satz von Peter Bichsel gerade jetzt ist. Denn Demokratie gehört nicht ins Museum.

    Sie muss lebendig sein. Sie lebt davon, dass wir diskutieren, unterschiedliche Meinungen aushalten und gemeinsam um Lösungen ringen. Und genau das wird im Wahlkampf besonders sichtbar.

    Denn zu diskutieren gibt es wahrlich genug. Über die grossen Fragen unserer Zeit genauso wie über jene, die uns ganz konkret im Alltag beschäftigen.

    Wenn wir auf die Weltlage blicken, auf Kriege und Unsicherheiten, auf steigende Krankenkassenprämien oder auf die Frage, ob sich Familien und der Mittelstand das Wohnen in unserem Kanton noch leisten können, relativiert sich manches Wahlkampfgetöse ziemlich schnell.

    Wahlurne
    Eine Wählerin wirft in einem Wahllokal ihren Stimmzettel in eine Wahlurne. (Symbolbild) - keystone

    Gleichzeitig wird deutlich, worum es bei Wahlen eigentlich geht: um unsere Zukunft und darum, wie wir sie gemeinsam gestalten wollen. Und wir haben die Wahl. Was selbstverständlich klingt, ist es nicht.

    Wir dürfen auswählen, wer in unseren Gemeinden, im Kantonsrat und im Regierungsrat politische Verantwortung übernimmt. Wir dürfen unterschiedliche Meinungen haben, darüber streiten und am Ende einen Entscheid treffen. Das ist gelebte Demokratie, und vor allem auch ein grosses Privileg.

    Ich mag Wahlkampf noch immer. Nicht wegen der Plakate, sondern wegen der vielen persönlichen Begegnungen. Weil ich Menschen treffe, die mir sagen, was sie beschäftigt.

    Politik findet eben nicht nur im Gemeindehaus oder im Kantonsrat statt. Sie entsteht im Gespräch miteinander. Und gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung ist das besonders wichtig.

    Gehst du am 4. Oktober wählen?

    Demokratie lebt nicht davon, dass alle gleich denken. Sie lebt davon, dass wir einander zuhören, unterschiedliche Ansichten aushalten und gemeinsam nach Lösungen suchen. Am 4. Oktober wird gewählt.

    Parteitreu? Eine Persönlichkeit, die man kennt und der man vertraut? Aufgrund politischer Überzeugungen? Oder vielleicht nach einem Gespräch am Wahlstand?

    Zur Autorin

    Manuela Käch ist Zuger Kantonsrätin Die Mitte Cham.

    Demokratie lebt nicht von Plakaten am Strassenrand, Inseraten in Zeitungen oder schönen Videos auf Social Media. Sie lebt von den Menschen, die sich einbringen und von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

    Die Gründe für eine Wahl sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie treffen. Aber entscheidend ist: Treffen Sie eine Wahl.

    Hinweis

    Dieser Gastbeitrag ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.

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