Der Rohstoffkonzern Glencore hat im Geschäftsjahr 2021 nach einem coronabedingten Rücksetzer wieder höhere Steuern abgeliefert. Die Zahlungen an staatliche Stellen stiegen gegenüber 2020 um rund 30 Prozent auf 7,6 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag im Rahmen eines jährlichen Transparenzreports mitteilte.
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Das Gebäude der Glencore in Baar. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Anstieg widerspiegelt laut Glencore die höhere Produktion sowie steigende Rohstoffpreise.

Die Weltwirtschaft habe sich im Berichtsjahr von der durch die Pandemie verursachte Konjunkturschwäche erholt. Der effektive globale Steuersatz habe bei 33,5 Prozent gelegen.

Der höchste Betrag ist gemäss dem Report mit 2,5 Milliarden US-Dollar an Australien geflossen, gefolgt von Südafrika mit 2,1 Milliarden. Auch an die Demokratische Republik Kongo (856 Mio), Kasachstan (458 Mio), Kanada (425 Mio) und Peru (364 Mio) entrichtete Glencore Zahlungen im dreistelligen Millionen-Bereich.

Im Bericht weist der Rohstoffkonzern zudem die Gesamtsumme der Löhne und Sozialleistungen aus, welche die 135'000 Angestellten erhalten haben. Insgesamt 6 Milliarden US-Dollar flossen demnach in Form von Gehältern, Löhnen, Sozialversicherungen und anderen Leistungen an die Arbeitnehmer. 68 Millionen US-Dollar seien in Initiativen zur Verbesserung der lokalen Infrastruktur investiert worden, hiess es.

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