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Gewerkschaft NGG: Umfrage belegt Jobfrust im Gastgewerbe

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Deutschland,

Die wirtschaftliche Lage im Gastgewerbe spitzt sich immer mehr zu: Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Beschäftigten in Hotelgewerbe, Gastronomie und Catering sieht die eigene berufliche Zukunft «ausserhalb der Branche», wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Dienstag auf der Grundlage einer Umfrage mitteilte.

Stark betroffen ist das Gastgewerbe
Stark betroffen ist das Gastgewerbe - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Realer Umsatz im August gestiegen - Vorkrisenniveau aber noch nicht erreicht.

29 Prozent der Befragten wussten darauf noch keine Antwort. «Diese Branche braucht einen echten Neustart», erklärte NGG-Chef Guido Zeitler.

Als Hauptgründe für eine Abkehr von dem Beruf nannten die Befragten zu niedrige Löhne, einen Mangel an Wertschätzung durch Arbeitgeber und ungünstige Arbeitszeiten. Ohne grundlegende Veränderungen dürfte sich die dramatische Personalsituation in vielen Restaurants, Bars und Hotels weiter zuspitzen, warnte die NGG und forderte: «3000 Euro pro Monat, das muss für Fachkräfte in Zukunft das Minimum sein.» Die Arbeitgeber der Branche müssten «flächendeckend bessere Arbeitsbedingungen schaffen».

Befragt wurden von Anfang Mai bis Anfang August 4074 Beschäftigte der Branche. Knapp die Hälfte arbeitet im Beherbergungsgewerbe, ein Drittel in der Gastronomie und 19 Prozent im Bereich Catering.

«Personalmangel» war der Umfrage zufolge die häufigste Antwort auf die Frage nach der grössten Belastung am Arbeitsplatz. Dabei gaben 72 Prozent aller Befragten an, dass in ihrem Betrieb seit der Corona-Pandemie die Zahl der Beschäftigten zurückging. Hinter dem Personalmangel folgten die Punkte Zeitdruck und Stress, kurzfristige Änderungen der Arbeitszeiten sowie lange Arbeitstage und Überstunden als belastende Faktoren.

Seinen realen Umsatz konnte das Gastgewerbe im August zwar verglichen mit dem Vorjahresmonat deutlich um 16,9 Prozent steigern. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau im August 2019 stand aber noch ein Minus von 5,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

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