Für die Spitzen-Banker des Federal Reserve System gibt es in Zukunft neue Regeln für den privaten Aktienhandel. Damit reagiert die Bank auf Kritik.
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Jerome Powell, der derzeitige Chef des Federal Reserve System. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Notenbank Fed verschärft die Regeln für ihr eigenes Spitzenpersonal.
  • Zukünftig dürfen diese keine Einzelaktien mehr halten.
  • Damit soll der Anschein von Interessenkonflikten vermieden werden.

Zur Vermeidung von Interessenskonflikten verschärft das Federal Reserve System für ihr eigenes Spitzenpersonal die Regeln für Investitionen an den Aktienmärkten. Verantwortliche der US-Notenbank dürfen zukünftig keine Einzelaktien mehr halten, wie diese am Donnerstag in Washington ankündigte. Ausserdem soll dem Handel während ungewöhnlicher Stressphasen an den Aktienmärkten ein Riegel vorgeschoben werden.

Die neuen Regeln sollten davor schützen «selbst den Anschein von Interessenskonflikten zu erwecken», begründete das Federal Reserve System die Massnahmen. «Diese strengen neuen Regeln legen die Messlatte hoch. Sodass alle unsere hochrangigen Beamten ihre alleinige Konzentration auf den öffentlichen Auftrag der Federal Reserve richten.» Dies erklärte Fed-Chef Jerome Powell.

Federal Reserve System: Powell selbst in Kritik geraten

Der oberste US-Notenbanker war zuletzt selbst in die Kritik geraten. Dies, nachdem bekannt geworden war, dass er Anteile an einem Indexfonds verkauft hatte. Nur wenige Tage danach kam es zu einem herben Kursrückgang an den US-Börsen. Im vergangenen Jahr hatten zudem zwei hochrangige Fed-Offizielle vom Verkauf von Einzelaktien profitiert.

Powell hatte im vergangenen Monat eine Überprüfung der bestehenden Regeln angekündigt. Seine Amtszeit als Fed-Chef endet im kommenden Februar. US-Präsident Joe Biden hat sich noch nicht zu einer möglichen zweiten Amtszeit Powells geäussert.

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