Ex-Migros-Hörgeräte- und Optiktochter Misenso ist konkurs
Die ehemalige Migros-Tochter Misenso hat Konkurs angemeldet. Davon betroffen sind alle 18 Filialen der Hörgeräte- und Augenoptikanbieterin, wie die Besitzerin, die österreichische Hörakustik-Kette Neuroth, am Freitagnachmittag der Nachrichtenagentur AWP mitteilte. Zuvor hatte der «Blick» darüber berichtet.

Das Wichtigste in Kürze
- Rund 140 Mitarbeitende sind vom Konkurs von Misenso betroffen.
- Das Unternehmen schrieb seit seiner Gründung nie schwarze Zahlen.
- Zuletzt betrieb Misenso noch 18 Filialen in der Schweiz.
Vom Konkurs sind laut «Blick» rund 140 Mitarbeitende betroffen. «Das Unternehmen ist überschuldet, dieser Schritt war daher unvermeidbar», erklärte ein Sprecher der Neuroth-Gruppe auf Anfrage.
Misenso habe seit der Gründung vor sechs Jahren nie schwarze Zahlen geschrieben. Auch strategische Anpassungen, Wechsel im operativen Management und die jüngste Verkleinerung des Filialnetzes hätten die finanzielle Lage nicht stabilisieren können.
Folgen für Mitarbeitende noch unklar
Mitarbeitende, Kundschaft und Geschäftspartner seien inzwischen über den Konkurs informiert worden. Zu den Einzelheiten des Verfahrens und den Folgen für die Angestellten machte der Sprecher keine Angaben.
Auf die übrigen Tochtergesellschaften der Neuroth-Gruppe habe der Konkurs keine Auswirkungen.
Die meisten der zuletzt 18 Misenso-Standorte befinden sich in Migros-Filialen. Am Freitag blieben die Geschäfte laut «Blick» geschlossen. An den Türen hing der Hinweis «bis auf Weiteres geschlossen».
Ausbaupläne scheitern
Die Migros hatte die Optik- und Hörakustikkette 2024 im Zuge ihrer Fokussierungsstrategie an die Neuroth-Gruppe verkauft. Das Unternehmen mit Sitz in Graz zählt zu den grössten Hörakustik-Anbietern Europas.
Noch im Februar 2025 hatte Neuroth-Chef Lukas Schinko gegenüber AWP angekündigt, das Misenso-Netz auf 40 bis 50 Filialen auszubauen. Damals betrieb die Kette in der Schweiz noch 28 Standorte.










