EasyJet lehnt öffentliches 4,7-Milliarden-Pfund-Übernahmeangebot ab
EasyJet weist ein 4,7-Milliarden-Pfund-Angebot von Castlelake zurück und bezeichnet es als unterbewertet.

Der US-Investor Castlelake hat ein drittes Übernahmeangebot für EasyJet vorgelegt. Das Gebot liegt bei 625 Pence je Aktie und bewertet die Airline mit rund 4,74 Milliarden Pfund.
Zuvor hatte Castlelake bereits zwei Offerten über 560 und 600 Pence je Aktie unterbreitet. Alle drei Angebote wurden vom EasyJet-Vorstand zurückgewiesen.
Dieser bezeichnete den Vorstoss laut «intenture-news.com» als opportunistisch und unterbewertet. EasyJet verweist auf eine belastete Kursentwicklung infolge geopolitischer Unsicherheiten.
Aktionäre fordern höheren Preis
Aktionäre verlangen «airliners.de» zufolge einen deutlich höheren Mindestpreis für die Aktie. Diskutiert wird ein Niveau von mindestens sieben Pfund je Aktie.
Dies würde eine deutlich höhere Bewertung des Unternehmens bedeuten. Castlelake kritisiert die geplante Eigentümerstruktur des Bietervehikels.
Vorgesehen ist eine Aufteilung von 49 Prozent Castlelake und 51 Prozent EU-Partnern. Als mögliche europäische Partner gelten Peter Bellew und Mark Breen.
Castlelake erhöht Druck auf EasyJet
Castlelake hat das Angebot öffentlich gemacht und damit den Druck auf den Verwaltungsrat erhöht. Nach britischem Übernahmerecht läuft eine Frist bis zum 26. Juni, wie das «Handelsblatt» berichtet.
Die EasyJet-Aktie reagierte mit einem Plus von rund 3,4 Prozent auf die Ablehnung. Der Kurs bleibt jedoch unter dem zuletzt gebotenen Preisniveau.

EasyJet verweist auf steigende operative Ergebnisse im laufenden Geschäftsjahr. Besonders die Sparte EasyJet Holidays entwickelt sich positiv und trägt zum Konzernergebnis bei.












