Diesel und Benzin – Deutsche Raffinerien steigern Produktion
Deutschlands Raffinerien produzieren deutlich mehr Diesel und Benzin, während die Importe sinken und internationale Versorgungsrisiken zunehmen.

Deutsche Raffinerien haben im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Kraftstoffe hergestellt als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig gingen die Importe von Benzin und Diesel jeweils um fast ein Viertel zurück, berichtet die «Zeit».
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 15,8 Millionen Tonnen Diesel produziert. Das entspricht einem Anstieg von 9,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.
Auch die Benzinproduktion legte zu und erreichte elf Millionen Tonnen. Damit stieg die Herstellung von Motoren- und Flugbenzin um 1,8 Prozent.
Dieselproduktion übertrifft den Importrückgang
Beim Diesel sanken die Einfuhren um 23,9 Prozent auf 868'000 Tonnen. Gleichzeitig erhöhte sich die heimische Produktion um rund 1,4 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahreszeitraum, schreibt die «Zeit».
Beim Benzin gingen die Importe um 23 Prozent auf 525'000 Tonnen zurück. Die zusätzliche heimische Produktion belief sich dagegen auf rund 200'000 Tonnen.
Trotz geringerer Importmengen blieben die Kosten aufgrund der hohen Weltmarktpreise erheblich. Der importierte Diesel kostete insgesamt 845 Millionen Euro und damit 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Deutschland exportiert mehr Diesel
Auch der Wert der heimischen Dieselproduktion stieg deutlich und erreichte 4,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 42,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.
Deutschland exportierte zugleich 2,06 Millionen Tonnen Diesel ins Ausland. Die Ausfuhren stiegen damit um 320'000 Tonnen beziehungsweise 18,7 Prozent.
Beim Benzin wurden 1,66 Millionen Tonnen exportiert, 3,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Produktionswert des Benzins stieg dagegen um 16,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.
Druck auf deutsche Dieselreserven
Parallel zur steigenden Produktion bleibt die internationale Dieselversorgung angespannt. Laut dem «Focus online» drängt die US-Regierung Deutschland und Frankreich zur Freigabe strategischer Dieselreserven.
Die USA wollen dem Bericht zufolge, dass die EU innerhalb von sechs Monaten 120 Millionen Barrel Diesel freigibt. Deutschland verfügt über 5,6 Millionen Tonnen strategische Dieselreserven.

Auch in Österreich stehen die Kraftstoffpreise im Mittelpunkt politischer Massnahmen. «Die Presse» berichtet, dass dort am Donnerstag eine zweimonatige Spritpreisbremse in Kraft getreten ist.












