Trump kündigt umgehende Schliessung des Kennedy Centers an

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    USA,

    Das Kennedy Center in Washington soll umgehend schliessen. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken und dringend notwendige Renovierungsarbeiten.

    Kennedy Center Trump
    Trump hat das Kennedy Center seit seinem Amtsantritt zunehmend unter seine Kontrolle gebracht. (Archivbild) - keystone

    Das Kennedy Center in Washington soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump umgehend geschlossen werden. Als Gründe nannte Trump Sicherheitsbedenken und dringend notwendige Renovierungsarbeiten, wie die «Zevener Zeitung» berichtet.

    Die Arbeiten könnten demnach jedoch erst beginnen, wenn ein Berufungsgericht über die geplante Umbenennung entschieden hat. Zuvor hatte ein Gericht mehrfach verhindert, dass Trump seinen Namen an der Fassade der Kultureinrichtung anbringen lässt.

    Ein Richter hatte Ende Mai angeordnet, dass Trumps Name wieder von der Fassade entfernt werden muss. Gleichzeitig untersagte er eine geplante zweijährige Schliessung wegen Renovierungsarbeiten, wie die «Tagesschau» schreibt.

    Streit um den Namen des Kennedy Centers

    Das Gericht verwies darauf, dass der Kongress die Einrichtung einst nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy benannt hatte. Deshalb könne nach Auffassung des Richters auch nur das US-Parlament den Namen des Kennedy Centers ändern.

    Gegen die Entscheidung legte das Kennedy Center Berufung ein. Über den Rechtsstreit in der Hauptsache ist bislang noch nicht entschieden worden.

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    Nach der gerichtlichen Niederlage versuchte das von Trump eingesetzte Gremium, eine andere Würdigung an der Fassade durchzusetzen. Vorgesehen war laut der «Zevener Zeitung» die Bezeichnung «von Donald J. Trump renoviert und restauriert».

    Trump baut Kontrolle über Kennedy Center aus

    Auch diese Form der Würdigung untersagte der Richter am Dienstag. Kurz darauf stimmte das Gremium für die Schliessung des Kulturzentrums.

    Das Kennedy Center gehört zu den wichtigsten öffentlichen Kultureinrichtungen Washingtons. Dort werden traditionell verschiedene Sparten wie Theater, Tanz und Musik präsentiert.

    Trump hatte die Einrichtung kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 unter seine Kontrolle gebracht. Er entliess mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm dessen Vorsitz und kündigte einen Kampf gegen «anti-amerikanische Propaganda» in der Kulturwelt an.

    Kennedy Center wird zum Streitfall für Trump

    Im Dezember 2025 wurde die Einrichtung schliesslich in «Trump Kennedy Center» umbenannt. Die Umbenennung löste Proteste aus.

    Mehrere Künstler sagten daraufhin ihre Auftritte ab, wie die «Tagesschau» schreibt. Der Streit über den Namen dauert weiterhin an.

    Kennedy Center Trump
    Das Kennedy Center steht unter Trump weiter im Zentrum eines politischen und kulturellen Streits. (Archivbild) - keystone

    Der «Spiegel» berichtet, dass sich der von Trump eingesetzte Verwaltungsrat wegen finanzieller und baulicher Probleme für die Schliessung ausgesprochen hat. Hintergrund sind nach Angaben von Trump Sicherheitsbedenken und notwendige Renovierungsarbeiten.

    Kommentare

    User #3939 (nicht angemeldet)

    Wenn ich mir diesen Risiko-Präsidenten so ansehe, kommen mir auch Sicherheitsbedenken. Und das seit 2016

    User #4344 (nicht angemeldet)

    Trump will keine «anti-amerikanische Propaganda» in der Kulturwelt. Dazu müsste er die künstlerische Freiheit verbieten und seine eigene Propaganda zum Staats-Dogma erklären, was seiner endgültigen Krönung zum König gleichkäme. Dazu bräuchte er lediglich die Mehrheiten von Parlament und Repräsentantenhaus.

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