Im Kampf gegen die drohende Inflation verkauft China staatliche Rohstoff-Bestände. Chinesische Unternehmen sollen von ausländischen Rohstoffmärkten absehen.
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Eine chinesische Flagge (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die chinesische Regierung geht gegen die drohende Inflation vor.
  • Sie will staatliche Rohstoff-Bestände an die Produzenten verkaufen.
  • Zudem sollen Unternehmen ihre Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffmärkten verringern.

Die chinesische Regierung stemmt sich gegen eine drohende stärkere Inflation im Sog des Rohstoffpreisbooms. Die Regierung werde bald staatliche Kupfer-, Zink und Aluminium-Bestände an Metallproduzenten verkaufen. Dies teilte die dafür zuständige Behörde am Mittwoch in Peking mit.

Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffmärkten verringern

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, sollen staatliche chinesische Unternehmen zudem auf Anordnung der Regierung ihre Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffmärkten verringern.

Rohstoffe
Eine Schwefelmine in der ostchinesischen Provinz Jiangsu. - dpa

Preise für Metalle wie Kupfer gerieten daraufhin etwas unter Druck, nachdem sie bereits zuletzt ein Stück weit zurückgesetzt hatten. Allerdings kosten sie immer noch deutlich mehr als zu Jahresbeginn.

Der Rohstoffboom ist der Regierung Chinas schon länger ein Dorn im Auge. Sie befürchtet, dass die steigenden Preise auf der Unternehmensseite früher oder später auch auf die Konsumentenpreise durchschlagen. Damit könnte die Inflation angeheizt werden.

China und die USA an der Spitze der Rohstoffrally

Hintergrund der Rohstoffpreisrally ist die anziehende Weltkonjunktur mit den beiden Schwergewichten USA und China an der Spitze. Die Preise für Industrierohstoffe waren allein von April bis Mai um durchschnittlich rund 14 Prozent gestiegen. Dies ergaben Berechnungen des Hamburger Forschungsinstitutes HWWI.

Der grossen Nachfrage steht ein teilweise immer noch knappes Angebot gegenüber. Denn gerade zu Beginn der Corona-Pandemie hatten viele Bergbaukonzerne ihre Produktion zurückgefahren und auch Investitionen in Förderkapazitäten gescheut. Bis das aufgeholt ist, dauert es in der Regel eine Weile.

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