Die britische Wirtschaft ist im Sommer schwächer gewachsen als bisher gedacht. Statt wie erwartet um 1,3 stieg das BIP um 1,1 Prozent.
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Eine menschenleere Strasse in London. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Wachstum der britischen Wirtschaft lag im dritten Quartal unter den Erwartungen.
  • Es war angenommen worden, das BIP würde um 1,3 Prozent zulegen.
  • Dieses stieg jedoch lediglich um 1,1 Prozent an.

Die Wirtschaft Grossbritanniens ist im Sommer etwas schwächer gewachsen als bisher bekannt. Die Wirtschaftsleistung (BIP) sei vom zweiten auf das dritte Quartal um 1,1 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS am Mittwoch in London mit.

Eine vorherige Schätzung hatte einen Zuwachs um 1,3 Prozent ergeben. Gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr wuchs die Wirtschaft von Juli bis September deutlich um 6,8 Prozent. Dies ist etwas mehr als bisher geschätzt.

Gegenüber dem starken zweiten Quartal, als die Wirtschaft um 5,4 Prozent zum Vorquartal wuchs, hat sich das Wachstumstempo deutlich reduziert. Gestützt wurde die Entwicklung laut ONS durch das Gastgewerbe sowie den Freizeit- und Kulturbereich. Dies sei Folge geringerer Corona-Beschränkungen in den Sommermonaten, erklärten die Statistiker.

BIP noch immer unter Vor-Corona-Niveau

Trotz der anhaltenden Erholung liegt das BIP immer noch 1,5 Prozent unter seinem Niveau, das es vor der Corona-Krise markiert hatte. Bisher war das ONS allerdings von einer grösseren Lücke von 2,1 Prozent ausgegangen.

Der kleinere Abstand zum Vorkrisenniveau resultiere aus einer etwas geringeren Schrumpfung der britischen Wirtschaft im ersten Corona-Jahr 2020. Die Wirtschaft ist demnach nicht um 9,7 Prozent, sondern um 9,4 Prozent geschrumpft.

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