Börse – Dax steigt auf neues Rekordhoch
Die Börse erlebt einen Aufschwung: Nach dem Wahlsieg der US-Demokraten erreicht der Dax einen historischen Höchststand. Rheinmetall stürzt ab.

Der deutsche Aktienmarkt verzeichnet am Donnerstag, 5. November 2026, deutliche Kursgewinne. Der Dax steigt im frühen Handel zeitweise um 0,7 Prozent auf 26'646 Punkte.
Damit übertrifft der deutsche Leitindex seinen bisherigen Rekord aus dem August um rund 30 Punkte. Bereits am Mittwoch hatte er nach dem Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen um 2,2 Prozent zugelegt.
Wie die «Zeit» berichtet, hoffen Anleger auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Das Wahlergebnis könnte zudem für berechenbarere politische Rahmenbedingungen sorgen.
Politische Berechenbarkeit und sinkende Ölpreise geben der Börse Rückenwind
Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank sieht darin einen wichtigen Impuls für die Finanzmärkte. Er verweist insbesondere auf das eindeutige Wahlergebnis und dessen schnelle Anerkennung durch US-Präsident Donald Trump.
Zusätzlichen Rückenwind erhält die Börse durch die Entwicklung an den Rohstoffmärkten. Die Ölpreise geben deutlich nach, weil Investoren auf eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hoffen.
Günstigere Energie könnte den Inflationsdruck reduzieren und die Produktionskosten vieler Unternehmen senken. Dadurch könnten sich auch deren Gewinnaussichten verbessern.
Börse: Industrieaufträge steigen, Rheinmetall-Aktie stürzt ab
Auch die deutsche Industrie liefert positive Nachrichten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im September gegenüber dem Vormonat um 4,4 Prozent gestiegen.
Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer bezeichnet die Entwicklung laut der «Tagesschau» als positive Überraschung. Selbst ohne die schwankungsanfälligen Grossaufträge hätten die Bestellungen kräftig zugelegt.
Während der Dax neue Rekordwerte erreicht, gerät Rheinmetall massiv unter Druck. Die Aktien des Rüstungskonzerns verlieren zeitweise mehr als 18 Prozent und markieren damit den niedrigsten Stand seit dem Frühjahr 2025.
Rheinmetall senkt Umsatzprognose wegen verzögerter Rüstungsaufträge
Auslöser ist eine erneute Senkung der Unternehmensprognose. Dem «Manager Magazin» zufolge senkt Rheinmetall seine Umsatzprognose für 2026 auf 13,2 Milliarden Euro.
Verantwortlich sind Verzögerungen bei wichtigen Rüstungsaufträgen. Besonders das Arminius-Projekt steht im Mittelpunkt, bei dem Rheinmetall gemeinsam mit KNDS Radpanzer für die Bundeswehr produzieren soll.

Die ursprünglich für dieses Jahr erwartete Bestellung dürfte erst 2027 erfolgen. Bereits im Sommer hatte das gestoppte Fregattenprojekt F126 die Geschäftsaussichten des Düsseldorfer Konzerns belastet.
Börse: Unterschiedliche Entwicklungen bei deutschen Unternehmen
Auch die übrigen Aktien bewegen sich am Donnerstag unterschiedlich. Die Commerzbank steigert ihren Überschuss in den ersten neun Monaten auf rund 2,7 Milliarden Euro und erzielt damit einen Rekordwert.
Trotzdem verfehlen die Quartalsergebnisse teilweise die durchschnittlichen Analystenerwartungen. Das operative Ergebnis steigt im dritten Quartal um 25 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro.
Bei anderen Unternehmen fallen die Reaktionen ebenfalls unterschiedlich aus. Während Deutz nach der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen zulegt, geraten unter anderem Hensoldt und Renk unter Druck.












