Nivea-Chef: Wollen nicht die nächste Autoindustrie werden

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    Nivea-Chef Vincent Warnery warnt, die europäische Kosmetikindustrie könne ihre Vorreiterrolle im internationalen Wettbewerb verlieren. «Wir wollen nicht die nächste Autoindustrie werden», sagte der Vorstandsvorsitzende des Dax-Konzerns Beiersdorf im DPA-Interview.

    Nach Einschätzung des Beiersdorf-Managers Warnery setzen EU-Vorgaben Unternehmen zu stark unter Druck. (Archivbild)
    Nach Einschätzung des Beiersdorf-Managers Warnery setzen EU-Vorgaben Unternehmen zu stark unter Druck. (Archivbild) - Keystone/DPA/MICHAEL KAPPELER

    Die europäische Kosmetikindustrie schaffe Arbeitsplätze und Wohlstand. «Also überfordert uns nicht mit regulatorischen Belastungen», appellierte Warnery an die EU.

    Warnery sagte, es bestehe die Gefahr, dass europäische Unternehmen an Wettbewerbsfähigkeit einbüssten, weil Konkurrenten aus Drittländern weniger reguliert würden. «Europa muss sehr vorsichtig sein, insbesondere wenn wir uns die USA, China und Korea ansehen, wo viele Vorschriften nicht gelten.»

    Der Franzose betonte: «Hautpflegeprodukte aus Europa unterliegen bereits jetzt den strengsten Qualitätsstandards. Trotzdem werden wir aufgefordert, bestimmte Inhaltsstoffe aus unseren Formulierungen zu entfernen, auch dann, wenn sie bei normaler Anwendung kein Risiko darstellen.» Das sei eine grosse Herausforderung.

    Ein weiteres Ärgernis ist aus Warnerys Sicht die Novelle der EU-Kommunalabwasserrichtlinie, die Hersteller von Kosmetika und pharmazeutischen Produkten finanziell zur Verantwortung ziehen soll. Unternehmen wie Beiersdorf sollten hohe Zahlungen leisten, obwohl sie nur für einen geringen Teil der Verschmutzung verantwortlich seien, kritisierte er.

    Warnery leitet Beiersdorf seit Mai 2021

    Warnery leitet den Hamburger Konsumgüterkonzern seit Mai 2021. Der Betriebswirt war vor seinem Wechsel zu Beiersdorf unter anderem für den globalen Branchenprimus L'Oréal aus Frankreich tätig. Weitere in Europa im Kosmetikbereich tätige Unternehmen sind Unilever (Grossbritannien), LVMH (Frankreich) und Henkel (Deutschland).

    Nach Warnerys Amtsantritt wuchs Beiersdorf kräftig. Zuletzt, im ersten Halbjahr, verzeichnete der Konzern aber einen Umsatzrückgang, was mit schwachen Zahlen der wichtigsten Konzernmarke Nivea zusammenhing

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    Kommentare

    User #3706 (nicht angemeldet)

    Nivea kaufe ich nicht mehr: In der Schweiz völlig überteuert. Der seinerzeitige Chef hat mal gesagt, er möchte hier "Kaufkraft abschöpfen". Dann schöpf Du mal aber nicht bei mir!

    User #4513 (nicht angemeldet)

    Dann sollten sie aufhören Links zu wählen...

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