BLS startet Ausbau der Kreuzungsstelle in Leissigen
Die BLS hat sich nach jahrelangen Verhandlungen mit der Gemeinde und Einsprechenden auf den Ausbau der Kreuzungsstelle in Leissigen geeinigt. Die Bauarbeiten des für den Fernverkehr wichtigen Projekts sollen Anfang August beginnen, wie das Bahnunternehmen am Mittwoch bekanntgab.

Die Verlängerung der Ausweichstelle auf 940 Meter kostet 73 Millionen Franken. Damit können sich auf der mehrheitlich einspurigen Strecke am Thunersee zwischen Spiez und Interlaken künftig längere Züge ohne Halt kreuzen. Dies soll die Pünktlichkeit auf der Achse zwischen Interlaken und Bern erhöhen, wie die BLS in einer Mitteilung schrieb.
Die Strecke bleibt während der Bauarbeiten bis ins Jahr 2028 grösstenteils in Betrieb, weshalb auch nachts gearbeitet wird. Im Frühjahr 2027 kommt es jedoch zu einer siebenwöchigen Totalsperre. In dieser Zeit stehen Ersatzbusse im Einsatz.
Sie habe das Bauprojekt in den letzten Jahren mehrfach angepasst, schrieb die BLS weiter. Das genehmigte Projekt sei ein Kompromiss zwischen den Anliegen der Bevölkerung und den Anforderungen des Bahnbetriebs.
Ursprünglich hätte der Ausbau bereits im Jahr 2024 beginnen sollen. Rund 30 vom Projekt betroffene Grundeigentümer legten jedoch Einsprache ein.
Im Zuge des Projekts baut die BLS in Leissigen nicht mehr benötigte Anlagen und Gebäude zurück und ordnet die Gleise neu, wie es weiter hiess. Dadurch werden rund 11'000 Quadratmeter Fläche frei. Diese Fläche kann die BLS gemeinsam mit der Gemeinde weiterentwickeln und neue Nutzungsmöglichkeiten für das Dorf schaffen.
Die Verlängerung der Kreuzungsstelle in Leissigen ist Teil eines umfassenden Sanierungs- und Ausbauprogramms zwischen Spiez und Interlaken. Bis 2028 erneuert die BLS mehrere Brücken, einen Tunnel und auf verschiedenen Abschnitten die Fahrbahn.










