Biontech plant Standortschliessungen – Bis zu 1860 Stellen in Gefahr
Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech schliesst Standorte und gefährdet bis zu 1860 Stellen im Zuge eines tiefgreifenden Konzernumbaus.

Biontech schliesst mehrere Standorte und treibt einen umfassenden Konzernumbau voran. Laut der «Business Insider» sind weltweit bis zu 1860 Arbeitsplätze von den Massnahmen betroffen.
Im Fokus stehen Produktionsstandorte in Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen. Auch ein Werk in Singapur soll geschlossen werden, wie das Medium berichtet.
Pfizer soll künftig Teile der Impfstoffproduktion übernehmen und Kapazitäten aus Deutschland verlagern. Damit verlieren mehrere deutsche Standorte ihre bisherige zentrale Rolle in der Herstellung.
Einbruch der Impfstoffnachfrage
Auslöser der Massnahmen ist laut dem «Handelsblatt» der deutliche Rückgang der Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen. Die während der Pandemie aufgebauten Produktionskapazitäten sind inzwischen nicht mehr ausgelastet.
Die Schliessungen betreffen mehrere Länder in Europa und Nordamerika. Die Umsetzung erfolgt schrittweise und soll sich über mehrere Jahre erstrecken.
Auch Forschung und Entwicklung werden laut dem «Spiegel» neu organisiert und stärker gebündelt. Der Konzern fokussiert sich dabei auf ausgewählte Projekte im Biotechnologie Bereich.
Biontech: Strategischer Umbau des Unternehmens
Im Zentrum der Neuausrichtung steht die Entwicklung von mRNA-basierten Krebstherapien. Das Impfstoffgeschäft bleibt bestehen, verliert jedoch deutlich an strategischem Gewicht.

Laut der «Business Insider» plant Biontech Kostensenkungen von bis zu 500 Millionen Euro jährlich ab 2029. Diese sollen durch reduzierte Produktionskapazitäten und verschlankte Strukturen erreicht werden.
Die Standortschliessungen sind nach Unternehmensplanung bis Ende 2027 abgeschlossen. Wie viele Stellen tatsächlich wegfallen, hängt laut Berichten von den jeweiligen Standortentscheidungen ab.
















