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Bei UBS werden Zahlen angesichts der Kapitalfrage zur Nebensache

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Zürich,

Die Grossbank UBS dürfte ein solides viertes Quartal 2025 hinter sich gebracht haben. Mehr interessieren allerdings die Fortschritte bei der CS-Integration und die Diskussion über schärfere Kapitalvorschriften.

Die Jahreszahlen der UBS am Mittwoch dürften in Anbetracht der CS-Integration und der Diskussion um die Kapitalvorgaben in den Hintergrund rücken. (Symbolbild)
Die Jahreszahlen der UBS am Mittwoch dürften in Anbetracht der CS-Integration und der Diskussion um die Kapitalvorgaben in den Hintergrund rücken. (Symbolbild) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Die UBS dürfte nach Einschätzung von Analysten am Mittwoch für das letzte Quartal 2025 einen deutlichen Anstieg des bereinigten Vorsteuergewinns präsentieren. Auch, weil die Vorjahresbasis – also das vierte Quartal 2024 – relativ schwach war.

Ein gutes Abschneiden im Investment Banking der US-Banken, welche bereits Zahlen vorgelegt haben, verspricht für die UBS Gutes. Die Signale für die Vermögensverwaltung aus Übersee sind ebenfalls positiv. Experten erwarten, dass das Vermögenswachstum in Asien Rückenwind gab.

Doch das alles wird von der Kapitaldiskussion überschattet. Besonders die Forderung des Bundes, Auslandstöchter mit 100 Prozent Eigenmittel zu unterlegen, erhitzt die Gemüter beim Bankmanagement, und eine Annäherung beider Seiten ist nicht absehbar.

Im Dezember hatte eine Gruppe von bürgerlichen Parlamentariern einen Kompromissvorschlag vorgelegt, der zwar weiterhin eine vollständige Unterlegung der ausländischen Tochtergesellschaften mit Eigenkapital vorsieht. Allerdings soll die UBS dafür bis zu einem Anteil von 50 Prozent AT1-Anleihen anrechnen können.

Finanzministerin Karin Keller-Sutter erteilte diesem Kompromiss jedoch jüngst in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» eine klare Absage. Auch sei der Vorschlag des Bundesrats «keineswegs extrem», widersprach sie der UBS. Die Grossbank wiederum beharrt weiter auf ihrer Position.

Die Diskussion rund um die Kapitalausstattung dürfte auch die Kapitalrückführung der UBS an ihre Aktionäre beeinflussen. 2025 hat die Bank wie angekündigt Aktien im Wert von 3 Milliarden US-Dollar erworben.

Ab 2026 sollte mit Blick auf Aktienrückkäufe eigentlich wieder das Niveau von vor der CS-Übernahme erreicht werden (5,6 Mrd). Entscheidend ist dabei aber, was in Sachen verschärfter Eigenmittelanforderungen auf die Grossbank zukommt.

Deshalb rechnen manche Analysten damit, dass die Bank am Mittwoch wie schon 2025 eine zweigeteilte Guidance präsentiert: jeweils für das erste und das zweite Halbjahr 2026.

Derweil ist die Integration der übernommenen Credit Suisse bislang augenscheinlich recht reibungslos verlaufen. Der wichtigste Teil – die Überführung der Kundenkonten in der Schweiz – war nach dem dritten Quartal bereits zu über zwei Dritteln abgeschlossen. Das Ziel von Kosteneinsparungen bis Ende 2025 von 10 Milliarden Dollar im Vergleich zu 2022 wurde bereits ein Quartal früher erreicht.

Die UBS habe einen Grossteil der Integration hinter sich, sagte UBS-Chef Sergio Ermotti dazu vor rund zwei Wochen am Weltwirtschaftsforum in Davos. «Nun geht es darum, diese Arbeiten fokussiert abzuschliessen.» Es müssten noch Kosten im Umfang von rund 3 Milliarden Dollar, etwa durch den Umbau der IT oder die Umsetzung des angekündigten Stellenabbaus, von der Bilanz genommen werden.

Medienberichten zufolge soll die Belegschaft im Rahmen der Integration von ursprünglich rund 115'000 auf etwa 80'000 Mitarbeitende reduziert werden. Ende September lag die Anzahl der UBS-Mitarbeitenden – gemessen in Vollzeitstellen – bei 104'427 Personen.

Kommentare

User #1352 (nicht angemeldet)

Künstliches Geld , das sich Banken selber machen , müssen wieder vom Volk bezahlt werden . Durch eine Inflation , die alles extrem Verteuern wird . Bankengehälter ab 1 Million sollten zu 85 Prozent Versteuert werden .

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Xenia Tchoumi
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