Glyphosat

Bayer erreicht Milliardenvergleich im Glyphosat-Vergleich

Maja Bojic
Maja Bojic

Deutschland,

Der deutsche Konzern Bayer könnte acht Jahre nach dem Kauf von Monsanto einen Befreiungsschlag beim Glyphosat-Vergleich geschafft haben.

Bayer Glyphosat Vergleich
Bayer einigt sich in den USA auf einen Milliardenvergleich im Glyphosat-Streit um Roundup. (Archivbild) - keystone

Bayer schliesst in den USA einen Milliardenvergleich im Glyphosat-Streit um Roundup ab. Damit sollen aktuelle und künftige Klagen beendet werden.

Der deutsche Konzern Bayer hat in den USA einen milliardenschweren Vergleich zur Beilegung von Glyphosat-Klagen erreicht. Nach der Vereinbarung sollen derzeit anhängige und künftige Klagen über Gesundheitsrisiken des Unkrautvernichters Roundup beigelegt werden.

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Die Zahlungen betragen bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar über 21 Jahre, wie der «Deutschlandfunk» berichtet. Bayer betonte, dass der Vergleich noch von einem Gericht in Missouri genehmigt werden muss.

Bayer plant Milliardenvergleich

Die Vereinbarung deckt bereits eingereichte sowie potenzielle künftige Klagen ab. Sie soll Planungssicherheit bei den Rechtskosten schaffen, wie die «Bayer Medienmitteilung» ausführt.

Bayer wird die Rückstellungen und Verbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten deutlich erhöhen. Die Gesamtbelastung steigt von 7,8 auf 11,8 Milliarden Euro, der grösste Anteil entfällt auf Glyphosat-Ansprüche.

Die Zahlungen des Vergleichs sind gedeckelt und sollen über 21 Jahre abnehmen. Bayer will damit mehr finanzielle Kontrolle erreichen, wie ebenfalls in der «Bayer Medienmitteilung» zu lesen ist.

Bayer setzt auf Strategie und Vergleich bei Glyphosat- und PCB-Klagen

Der Vergleich ist Teil einer mehrgleisigen Strategie. Dazu gehört auch ein noch laufender Rechtsstreit vor dem Obersten US-Gerichtshof. Bayer sieht darin eine Chance, die Vorherrschaft bundesstaatlicher Klagen zu klären, wie «Reuters» berichtet.

Überdies hat Bayer zusätzlich vertrauliche Vereinbarungen getroffen, um weitere Glyphosat- und PCB-Klagen beizulegen, wie aus der «Bayer Medienmitteilung» hervorgeht. Bayer hat in der Vergangenheit bereits Milliarden gezahlt, um bestehende Klagen beizulegen.

Bayer Glyphosat Vergleich
Nach Angaben von Bayer stuft die US-Environmental Protection Agency Glyphosat als sicheren Wirkstoff ein. (Archivbild) - keystone

Bayer betont, dass Regulierungsbehörden wie die US-Environmental Protection Agency Glyphosat für sicheren Einsatz halten. Dies gilt laut Jahrzehnten wissenschaftlicher Studien, wie «Reuters» berichtet.

Kommentare

User #4418 (nicht angemeldet)

Esst und trinkt weiterhin was die Grosskonzerne euch vorsetzen und ihr werdet auch ihre Medikamente irgendwann benötigen, die sie euch dann auch verkaufen. Beides ist subventioniert. Das eine über Landwirtschaftssubventionen und das andere über Krankenkassen. Das ist clever eingefädelt.

User #5810 (nicht angemeldet)

Bitte den Bayer Managern und der unfähigen Anwälten in Rechnung stellen, welche die Due Diligence nicht gemacht haben.

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