Barry Callebaut

    Barry Callebaut kämpft mit schwacher Nachfrage

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Barry Callebaut hat im ersten Semester seines Geschäftsjahres weniger Schokolade verkauft. Der Hersteller litt unter einer weltweit gedämpften Lust auf Schoggi angesichts hoher Preise. Hinzu kam eine Werkpanne in Kanada. Die Prognosen werden aktualisiert.

    Die hohen Preise haben den Appetit auf die Schokolade de weltgrössten Herstellers gedämpft. (Archivbild)
    Die hohen Preise haben den Appetit auf die Schokolade de weltgrössten Herstellers gedämpft. (Archivbild) - KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

    Das Verkaufsvolumen ging in der Periode von September 2025 bis Februar 2026 um 6,9 Prozent zurück, wie der weltgrösste Schokoladenhersteller am Donnerstag mitteilte. Die Tendenz zeigt aber nach oben: Im ersten Quartal hatte der Rückgang noch 9,9 Prozent betragen, im zweiten Quartal waren es noch minus 3,6 Prozent.

    Die zuletzt wieder leicht rückläufigen Kakaopreise schmälerten den Umsatz noch etwas stärker. Er sank um 7,3 Prozent auf 6,75 Milliarden Franken. Barry Callebaut reicht allerdings den Kakaopreis weitgehend an die Kunden weiter. Seine Marge verdient das Unternehmen auf der Verarbeitung, Logistik und dem Know-how – nicht auf dem Rohstoff selbst.

    In absoluten Zahlen betrug die verkaufte Menge an Schokolade 1,010 Millionen Tonnen. Pro Tonne blieben Barry Callebaut 307,7 Franken als Betriebsgewinn – 1,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

    Der sogenannte wiederkehrende Betriebsgewinn (EBIT) sank im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent auf 310,9 Millionen Franken. Dort rechnet das Unternehmen Effekte wie etwa die Kosten für Sparprogramme heraus. Für das Minus seien neben den tieferen Mengen Lieferengpässe und Überkapazitäten im Markt verantwortlich.

    Der ausgewiesene Reingewinn stieg derweil deutlich auf 89,1 Millionen Franken, nach 30,5 Millionen im Vorjahr. Seinerzeit hatten unter anderem deutlich gestiegene Finanzierungskosten für teure Kakaobohnen die Rechnung belastet.

    Mit den gezeigten Zahlen hat Barry Callebaut den AWP-Konsens, der für die wichtige Volumenzahl bei -7,8 Prozent lag, übertroffen. Beim weniger wichtigen Umsatz lag der Konzern deutlich darunter.

    Mit Blick nach vorne rechnet der Konzern neu mit einem Rückgang der Verkaufsmenge um 1 bis 3 Prozent im laufenden Jahr. Dabei werde in der zweiten Jahreshälfte wieder ein positives Wachstum erwartet.

    Deutlich nach unten geht es mit der Prognose für den wiederkehrenden EBIT in Lokalwährungen: Dieser werde im mittleren zweistelligen Prozentbereich sinken. Bis anhin war von einem Wachstum die Rede. Doch die Mehrheit des absoluten Rückgangs werde auf Stufe Gewinn vor Steuern wiederkehrend aufgeholt.

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    Kommentare

    User #6397 (nicht angemeldet)

    Gute schoggi hat seinen preis...frage mich was fuer schoggi ueberall in den produkte drin ist... stimmt schoggi wurde massiv teurer... nun ich persoenlich mag die schoggi von bloch am liebsten...

    User #4230 (nicht angemeldet)

    Barry ist auf gutem Weg. Lindt-Produkte werden mit 50% verramscht. Hier ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Aber Barry kommt gut.

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