Angst

    Angst vor Trumps Zöllen belastet europäische Autoaktien

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Die von Trump angekündigten Importzölle belasten die Aktien der europäischen Autohersteller schwer.

    Trump
    Die Zölle für Stahl und Aluminium hatte US-Präsident Donald Trump Anfang Juni auf 50 Prozent hochgeschraubt. (Archivbild) - dpa

    Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Importzölle haben die Aktien von Europas Autoherstellern am Donnerstag schwer belastet. Allen voran sanken die Aktien von Porsche um 4,7 Prozent.

    Die DZ Bank schätzt den negativen Effekt bei dem Sportwagenbauer am stärksten ein. Deutliche Verluste von 2,2 bis 3,6 Prozent gab es aber auch bei den anderen deutschen Branchengrössen Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz.

    Trump kündigte zusätzliche Zölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Autoimporte an und verschärfte damit den globalen Handelsstreit. Die Zölle sollen für alle importierten Autos gelten – von Kleinwagen über Limousinen und SUV bis zu leichten Nutzfahrzeugen.

    Deutsche Autoindustrie besonders betroffen

    Recht deutlich erwischte Trumps Ankündigung auf europäischer Bühne den Opel-Mutterkonzern Stellantis, der mit der Tochter Chrysler auch zu den grossen Autobauern in den USA zählt.

    Die Stellantis-Aktien sackten in Paris zuletzt um 4,6 Prozent ab, zeitweise standen sie auf einem Rekordtief. Der europäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts war das Schlusslicht in der europäischen Branchenwertung.

    Besonders die deutsche Autoindustrie dürfte unter den Zöllen leiden, die laut dem Weissen Haus am 3. April in Kraft treten sollen. Laut der Commerzbank liegt Deutschland nach Mexiko, Japan, Südkorea und Kanada auf dem fünften Platz der Länder, aus denen fertiggestellte Automobile in die USA importiert werden.

    Philippe Houchois von Jefferies Research schätzt den Wert des zusätzlichen Zolls auf etwa zwei Prozent des Konzernumsatzes bei BMW, ein Prozent bei VW und zehn Prozent bei der Porsche AG.

    Mögliche Verhandlungen trotz Gegenzöllen

    Experten der Commerzbank zufolge dürften die Zölle aber auch die Lieferketten der nordamerikanischen Autoindustrie belasten. In den USA zeichnet sich bei General Motors vorbörslich denn auch ein gravierendes Minus von 6,6 Prozent ab.

    Bei Ford betrug es drei Prozent. Importeure aus Kanada und Mexiko können allerdings nachweisen, dass ihre Produkte US-Anteile enthalten, sodass der Zoll nur auf den nicht aus den USA stammenden Wertschöpfungsteil angewendet wird.

    Während die EU und andere betroffene Länder vorab bereits Gegenzölle in Aussicht stellten, erwähnte Roeskas Bernstein-Kollege Stephen Reitman die immer noch vorhandene Möglichkeit von Verhandlungen.

    Trump selbst geht mit seinen Drohungen allerdings noch weiter. Wenn die EU mit Kanada zusammenarbeite, um den USA wirtschaftlichen Schaden zuzufügen, würden beide Länder mit weitaus grösser angelegten Zöllen belegt als derzeit vorgesehen.

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    Kommentare

    User #4464 (nicht angemeldet)

    Es ist höchste Zeit amerikanische Produkte zu boykottieren

    User #2883 (nicht angemeldet)

    Vorallem belastet das EU Verbrennerverbot.

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