Der Internet-Konzern Amazon fällt möglicherweise teilweise nicht unter den international erreichten Steuerdeal für Grosskonzerne. So laut Experte Janet Yellen.
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Ein Gebäude von Amazon. - dpa

Der Internet-Konzern Amazon fällt nach Ansicht von US-Finanzministerin Janet Yellen möglicherweise teilweise nicht unter den international erreichten Steuerdeal für Grosskonzerne. «Es hängt davon ab, ob die Firma die Rentabilitätsschwelle erreicht oder nicht, und da bin ich mir nicht sicher», sagte Yellen am Donnerstag in einem Interview mit dem US-TV-Sender CNBC auf die Frage, ob Amazon unter die geplante Neuregelung zu den Besteuerungsrechten von Ländern fallen würde.

Mehr als 130 Staaten hatten sich zum einen auf eine globale Mindeststeuer von 15 Prozent geeinigt, die international agierende Firmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro zahlen sollen. Auch Amazon fällt in diese Kategorie.

20 Milliarden Dollar Umsatz

Zum anderen geht es in der sogenannten Säule eins des Deals um die Frage, welches Land künftig mehr der Steuerzahlungen der 100 grössten und profitabelsten Konzerne abbekommt - ob etwa Schwellenländer einen Teil der Steuereinnahmen beanspruchen können, in denen ein Konzern Leistungen erbringt. Die Regelung könnte etwa nationale Steuern auf Digitaldienstleistungen ersetzen.

Kriterien dafür, ob Konzerne unter diese Regeln fallen, sollen ein Umsatz von 20 Milliarden Dollar und eine Zehn-Prozent-Marge sein. Hintergrund der Yellen-Äusserung ist offenbar, dass bei einem Konzern wie Amazon eine Besteuerung als Gesamtkonzern oder der einzelnen Sparten infrage kommt.

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