Amazon will Satellitenfirma Globalstar kaufen
Amazon will seinen Vorstoss ins All mit dem Kauf des US-Satelliten-Spezialisten Globalstar beschleunigen.

Der weltgrösste Online-Händler und Cloud-Anbieter baut gerade einen eigenen Satelliten-Internetdienst mit dem Namen Leo auf, der mit Starlink von Elon Musks SpaceX konkurrieren soll.
Mit den Satelliten und den Frequenzen von Globalstar werde man mit der Zeit unter anderem Satellitenkommunikation direkt auf Geräten der Nutzer ohne zusätzliche Empfänger anbieten können, hiess es. Amazon will seine Verbindungen aus dem Erdorbit direkt auf die Smartphones der Nutzer den Mobilfunkbetreibern anbieten. Diese könnten damit Funklöcher dort stopfen, wo sie keine Handyantennen haben.
Man habe bereits einen Vertag mit Apple unterzeichnet. Die Dienste würden ab dem iPhone 14 und auf der Apple Watch Ultra 3 laufen, schrieb Amazon.
Ab 2028 will Amazon Leo eine neue Satellitengeneration in Betrieb nehmen, die Sprachtelefonie, Daten- und Messengerübertragungen auf Mobilfunkgeräte anbietet, wie es weiter hiess. Das Amazon Leo-Netzwerk soll einst tausende Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn haben.
Amazon bietet den Globalstar-Aktionären pro Aktie entweder 90 Dollar in bar oder 0,32 eigene Papiere im Wert von bis zu 90 Dollar. Es ist ein Aufschlag von mehr als 23 Prozent auf den Schlusskurs von Montag. Der Deal ist damit mehr als 11 Milliarden Dollar schwer.
Der Internetanbieter Starlink des Tech-Milliardärs Elon Musk hat bereits tausende Satelliten in der Umlaufbahn und ist im Geschäft unter anderem mit Airlines, die ihre Flugzeuge mit schnellem Internet ausrüsten. Amazons Leo-Satellitennetz, einst bekannt unter dem Namen Project Kuiper, ist noch im Aufbau.
In der Schweiz hatte Salt im vergangenen Juli mit Starlink in einem Test in Interlaken gezeigt, dass das Verschicken von SMS über die Satelliten des US-Anbieters funktioniert. Die Starlink-Satelliten fungierten dabei als fliegende Mobilfunkmasten. Sie übertrugen direkt das Signal an normale Smartphones über reguläre Mobilfunkfrequenzen. Dafür waren weder spezielle Geräte noch zusätzliche Apps notwendig.














