Alpiq Holding erleidet erneut Halbjahresverlust

    Keystone-SDA
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    Lausanne,

    Der Energiekonzern Alpiq Holding ist weiter in den roten Zahlen. Der Verlust stieg im ersten Semester 2019 deutlich an.

    André Schnidrig Alpiq
    Das Logo der Firma Alpiq (Archivbild). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Nettoumsatz von Alpiq Holding sank im ersten Semester 2019 markant.

    Allerdings ist der starke Rückgang vor allem auf den Verkauf des Industriegeschäfts zurückzuführen. Ende Juli 2018 wurde das Dienstleistungsgeschäft für 790 Millionen Franken an die Baugesellschaft Bouygues in Frankreich verkauft.

    Damit wandte sich Alpiq Holding ausschliesslich ihrem traditionellen Geschäft zu, der Stromproduktion. Aber auch der Umsatz aus dem fortgeführten Geschäft ging um knapp 15 Prozent auf 2,21 Milliarden Franken zurück. Das teilte das Unternehmen am Montag mit.

    Der operative Verlust (EBIT) lag bei 206 Millionen Franken, nach lediglich -18 Millionen im Vorjahr. Der Verlust unter dem Strich betrug ebenfalls 206 Millionen Franken, nach minus 124 Millionen im ersten Semester 2018.

    Mehrere Gründe für das Defizit von Alpiq Holding

    Die Schweizer Stromproduktion habe wie erwartet defizitär und unter Vorjahr abgeschlossen, erklärte Alpiq Holding. Grund dafür sei ein im Vergleich zur Vorjahresperiode tieferer Wasserzufluss im Bereich Wasserkraft gewesen.

    Ein weiterer Grund war ein ausgelaufener Langfristvertrag in der Kernenergie. Zudem habe die in den Vorjahren zu tieferen Preisen abgesicherte Schweizer Stromproduktion das Ergebnis belastet.

    Mit der Stromproduktion ausserhalb der Schweiz erwirtschaftete Alpiq Holding im ersten Halbjahr 2019 den grössten Beitrag zum Gruppen-Ergebnis. Die Einheit habe positiv abgeschlossen, aber unter Vorjahr. Hauptgrund dafür war die Erneuerung eines langfristigen Energieliefervertrags des Gas-Kombikraftwerks in Ungarn zu aktuellen Marktpreisen.

    Das Handelsgeschäft schliesslich habe mit einem «starken» Ergebnis abgeschlossen.

    Mit Blick auf das Gesamtjahr bestätigte der Energiekonzern den geltenden Ausblick: Erwartet wird ein tieferes operatives Ergebnis als im Vorjahr. Denn die sich erholenden Grosshandelspreise für Strom würden sich wegen der rollierenden Preis- und Währungsabsicherung erst zeitverzögert im Ergebnis niederschlagen. Ab 2020 werde Alpiq dann vom Aufwärtstrend profitieren.

    Die drei Ankeraktionäre von Alpiq, die rund 88 Prozent kontrollieren, wollen die Aktie von der Börse nehmen. In einem derzeit laufenden Übernahmeangebot wird den Publikumsaktionären 70 Franken je Stück geboten.

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