Tottenham Hotspur wechselt Goalie nach 16 Minuten aus!
Der Goalie von Tottenham Hotspur muss beim Debüt in der Champions League nach zwei Patzern vom Feld. Es hagelt Kritik am Trainer.
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Das Wichtigste in Kürze
- Tottenham-Goalie Antonin Kinsky wird im CL-Achtelfinal nach 16 Minuten ausgewechselt.
- Der Tscheche verschuldet bis dahin zwei der drei Gegentore.
- Trainer Igor Tudor wird für seine Auswechslung kritisiert.
Schlimmer kann das Debüt in der Champions League kaum sein.
Tottenham-Ersatzgoalie Antonin Kinsky wird im Achtelfinal-Hinspiel bei Atlético Madrid nach 16 Minuten ausgewechselt.

Der 22-jährige Tscheche hat zu diesem Zeitpunkt schon drei Treffer kassiert – und zwei mit Patzern gleich selbst verschuldet.
«Wäre ich Sportchef, wäre der Trainer morgen weg»
Die Massnahme von Trainer Igor Tudor stösst nicht überall auf Verständnis.
Goalie-Legende Peter Schmeichel sagt bei CBS Sports: «Er hat seine Karriere komplett ruiniert. Kinsky tut mir wirklich sehr leid.»
Man werde sich nun jedes Mal an diesen Moment erinnern, wenn man Kinskys Namen höre. Da Tottenham bereits deutlich hinten gewesen sei, hätte der Trainer ihn «mindestens bis zur Halbzeit» auf dem Feld lassen sollen.
Deutlicher wird Marcel Reif bei blue Sport: «Beim Spielstand von 0:3 ist dieses Spiel durch, dann noch den Goalie zu wechseln, ist völlig unnötig. Wäre ich Sportchef, wäre der morgen weg.»
Auch Marco Streller ist kein Fan der Auswechslung, sowas «kannst du nicht tun».

Trainer Tidor sagt nach dem Spiel, in seinen 15 Jahren als Trainer habe er noch nie so gehandelt. «Es war nötig, ihn und das Team zu schützen.»
Der Kroate trainiert Tottenham erst seit vier Spielen – bislang gab es nur Niederlagen. Auf die Frage an der Pressekonferenz, ob er es verdiene, weiterhin Trainer der Spurs zu bleiben, sagt er: «Kein Kommentar.»
Tudor ist bis Ende Saison angestellt.
0:3 nach drei (!) Patzern
Das Unheil nimmt in der sechsten Minute seinen Lauf: Kinsky wird per Rückpass angespielt und will den Ball weiterleiten, doch der Goalie rutscht aus. Atlético nutzt Patzer Nummer eins eiskalt zur Führung.
In der 14. Minute rutscht auch Innenverteidiger Micky van de Ven im dümmsten Moment weg. Antoine Griezmann trifft zum 2:0, Spurs-Goalie Kinsky hat dabei keine Schuld.

Doch nur eine Minute später trifft der Schlussmann den Ball – wieder nach einem Rückpass – nicht richtig. Atlético-Stürmer Julián Álvarez muss den Ball nur noch über die Linie schieben.
Danach hat der Goalie von Tottenham Hotspur Feierabend. Trainer Tudor entscheidet sich in bester Eishockey-Manier für die Höchststrafe und nimmt ihn vom Feld. Kinsky verschwindet direkt in die Kabine.
Tottenham Hotspur arg im Hintertreffen
An seiner Stelle steht Guglielmo Vicario zwischen den Pfosten. Doch einen Ruck gibt der Wechsel der Mannschaft aus London nicht: Auch der Italiener ist nach nur fünf Minuten bereits bezwungen!
Atlético Madrid führt nach 22 Minuten 4:0.

Immerhin: Bis zum Schlusspfiff kassieren die Spurs nur noch ein weiteres Tor und schiessen deren zwei.
Passend zum Goalie-Drama am Dienstagabend: Auch Atlético-Goalie Jan Oblak unterläuft noch ein Bock.
Um das 2:5 im Rückspiel in einer Woche wettzumachen, braucht der abstiegsbedrohte Premier-Ligist in einer Woche ein kleines Wunder.
















